Die Spinnmühle war nicht zu retten

BAUREPORT Jahresrückblick der Stadt Lugau mit ihren Ortsteilen

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Die Meinertsche Spinnmühle im April 2016 - kurz danach folgte der Abriss. Foto: Armin Leischel

Lugau. Bürgermeister Thomas Weikert nutzte für seinen Jahresrückblick die Gelegenheit, um über die Bautätigkeit des Jahres 2016 zu informieren. Drei geschichtsträchtige Gebäude standen dabei besonders im Blickpunkt.

Die Meinertsche Spinnmühle, ein über 200 Jahre altes Kulturdenkmal, ein Zeugnis der frühen Industriearchitektur, verschwand für immer. Das Besondere an diesem beeindruckenden Gebäude war die Bauweise im Palaststil mit den markanten dreiviertel Ecksäulen sowie dem riesigen mehrgeschossigen Mansarddach. So gab es kein zweites Bauwerk, deshalb ist der Verlust umso schmerzhafter. Doch über die Jahrzehnte wurde von den jeweiligen Eigentümern kaum in den Erhalt investiert. Von dem zusehends verfallenden Gebäude ging schließlich eine zu große Gefahr aus, so dass schließlich nur der Abriss blieb.

Ein anderes Gebäude könnte, wider Erwarten, doch erhalten bleiben und sogar ein echter Treffpunkt für die Menschen in der Stadt werden. "Das Innenministerium in Dresden hat das Konzept zur Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes in ein Sport- und Kulturzentrum überzeugt. Eine Förderung ist in Aussicht gestellt und so gehen wir nun ernsthaft in die Voruntersuchungen und Vorplanungen", so der Bürgermeister.

Bereits kurz vor der Vollendung aller Sanierungs- und Umbauarbeiten steht das dritte Gebäude in dieser Reihe. Der Feuerwehrstandort in der Poststraße 6 wird nach dreijähriger Bauzeit nun bald wieder vollumfänglich den Kameradinnen und Kameraden zur Verfügung stehen. Die Arbeitsbedingungen entsprechen dann modernsten Anforderungen.

Auch zahlreiche Straßenbaumaßnahmen haben von den Verkehrsteilnehmern im vergangenen Jahr viel Geduld gefordert.