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Einblicke in das Lebenswerk einer Zschopauer Künstlerin

Sonderausstellung Auf Schloss Wildeck werden rund 40 Werke von Angelika Zwarg präsentiert

Zschopau. 

Zschopau. Durch die Öffnung des Museumsbereich im Zschopauer Schloss Wildeck ist nun auch die neue Sonderausstellung zu sehen. Unter dem Titel "Circle Game" wird dabei eine Retrospektive auf das Schaffen der Zschopauer Künstlerin Angelika Zwar präsentiert, die 2018 im Alter von 59 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstarb. Die Ausstellung umfasst rund 40 Werke und ist benannt nach einem Song von Joni Mitchell. "Das war eins ihrer Lieblingslieder", sagt der frühere Ehemann Matthias Zwarg über den Song, dessen Botschaft sich auch in den Bildern wiederfindet: "Das Leben ist wie ein Karussell - es gibt ein Auf und Ab, und das Karussell dreht sich immer weiter."

Inspiration durch einen Apfelbaum

Das Rad war ein häufiges Motiv für die Künstlerin - genau wie der Apfelbaum auf dem Nachbargrundstück, der Angelika Zwarg mit seinem Werden und Vergehen stets aufs Neue inspirierte. Er stand direkt gegenüber ihrem Elternhaus, in dem die Lehrerin bis zuletzt ihr Atelier hatte. Dort ging sie bis zuletzt einer Leidenschaft nach, die schon in der Kindheit begann. Den Feinschliff erhielt Angeliga Zwarg später an der Pädagogischen Hochschule in Dresden, wo die Erzgebirgerin nicht zuletzt dank der Ausbildung bei Kunst-Professor Roland Unger alle grafischen Techniken erlernte - und dabei ihre Individualität bewahrte.

Mit Farbschichten experimentiert

Die zweifache Mutter arbeitete als Lehrerin für Kunst und Deutsch lange am Zschopauer Gymnasium. Schüler inspirierte sie ebenso wie andere Hobby-Maler, denn die Zschopauerin leitete ebenso eine Kunst-AG und war ab 2010 Mitglied im Chemnitzer Künstlerbund. Hunderte Aquarelle, weit über 100 Ölgemälde sowie andere Kunstwerke entstammen ihren Händen und ihrer Kreativität. In über 30 Ausstellungen waren viele davon bereits zu sehen. Nun bietet sich auf Schloss Wildeck eine weitere Möglichkeit, einen Eindruck vom Schaffen der Künstlerin zu verschaffen, die sich unter anderem der lasierenden Ölmalerei mit verschiedenen Farbschichten widmete. Da die Schichten zum Teil durchscheinen, ergeben sich interessante Effekte, mit denen die Zschopauerin gern experimentierte.



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