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Chemnitz

Hotel "Am Kurhaus" wird erweitert

Entwicklung Stadtrat stimmt Veräußerung von Entwicklungsfläche zu

Aue-Bad Schlema. 

Aue-Bad Schlema. Das Areal zwischen dem Hotel "Am Kurhaus" und dem Kurhotel in Bad Schlema soll entwickelt werden. Das Vorhaben, dort ein Gebäude zu errichten, das sowohl eine Hotelnutzung als auch Wohneinheiten vorsieht, hat in der Vergangenheit zu starken Diskussionen geführt und zu einer Petition. Gestern nun hat der Stadtrat von Aue-Bad Schlema nach erneuten Diskussionen einen Grundsatzbeschluss gefasst und der Veräußerung der Entwicklungsfläche an der Markus-Semmler-Straße in Bad Schlema mehrheitlich zugestimmt. Die Fläche von rund 2.400 Quadratmetern geht an die RTLL Objekt GmbH aus Kirchberg zum Verkehrswert von 99.000 Euro zum Zwecke der Erweiterung des Hotels "Am Kurhaus" zum Ausbau des Radtourismus. Die Veräußerung ist an die Verpflichtung zur Bebauung und an die Berücksichtigung städtebaulicher Bedingungen gebunden. Wie Oberbürgermeister Heinrich Kohl sagt, werde es noch Detailabstimmungen mit dem Investor geben auch bezüglich der geplanten Stellplätze, die laut Planung nah an den Musikbrunnen angrenzen.

Gunter Lewerenz, Vorstand der RTTL Lewerenz Holding AG, der als Investor und Bauherr auftritt, kann das Projekt jetzt vorantreiben: "Bis Jahresende haben wir hoffentlich bauordnungsrechtlich Klarheit. Dann können wir im Frühjahr 2022 starten." Die Bauphase kalkuliert man mit einem Jahr. Rückblickend sagt Lewerenz: "Wir haben 2017 mit den ersten Planungen angefangen. Die Preise haben sich mittlerweile nicht gerade positiv entwickelt. Im Gegenteil. Wir haben dieses Jahr eine ganze Menge Angebote bekommen, die wieder in die Revision mussten. Wir haben gegenüber den letzten Jahren 50 bis 60 und in manchen Bereichen 100 Prozent Preiserhöhungen."

5 Millionen Euro Gesamtinvestition

Die Gesamtinvestition fürs Projekt beläuft sich auf rund 5 Millionen Euro. Beat Bünzli, Inhaber des Hotel "Am Kurhaus" hatte schon vor 15 Jahren die Vision das Hotel perspektivisch zu erweitern: "Es hat eine gewisse Zeit gebraucht, doch jetzt haben wir unter normalen Bedingungen eine gute Auslastung von rund 85 Prozent. Jetzt in der Pandemie müsste ich nicht erweitern, aber diese Zeit geht auch vorbei und dann möchten wir bereitstehen. Nach Bad Schlema zu gehen, habe ich nie bereut. Mir gefällt es hier, sonst würde ich auch jetzt den Schritt der Erweiterung nicht gehen." Man möchte künftig noch attraktiver werden auch für Gäste, die mit dem Fahrrad die Region erkunden wollen.

Im Gebäudekonzept sind auch einen Selbstbedienungs-Fahrradservicestation und ein Fahrradkeller geplant. Wie Oberbürgermeister Heinrich Kohl sagt, sei die Erweiterung der Bettenkapazität für die Kurortentwicklung gut: "Wir haben aktuell nicht so viele hochwertige Hotelzimmer für die Kurgäste mit hohem Anspruch, die einige Tage verweilen möchten."



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