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Junge aus dem Kriegsgebiet steht mit an der Platte

Tischtennis Crottendorfer Nachwuchs gewinnt noch einmal deutlich

Crottendorf. 

Crottendorf. Mit dem letzten Punktspiel in der Kreisliga Jungen 18 des SV Crottendorf gegen den Geyersdorfer SV am letzten Freitag im März endete die Vorrunde und auch die Saison. Der Crottendorfer Nachwuchs sicherte sich dabei einen deutlichen 6:1-Auswärts-Sieg. Die Mannschaft um Trainer Wilfried Wenzel, die sich erst am Saisonbeginn neuformiert hatte, wurde Fünfter. Bester Nachwuchsspieler in der Gesamtwertung aller Mannschaften in der abermals verkürzten Saison wurde auf Platz 4 Max Fiedler. Nun geht es auch darum, die Weichen für die nächste Saison zu stellen, die im September anläuft und hoffentlich unterbrechungsfrei verläuft.

14-Jähriger aus Ukraine hat Spaß am Tischtennis

Der SV Crottendorf hat unterdessen Zuwachs bekommen. Denn die Bitte des Bürgermeisters Sebastian Martin auf Integration Kriegsgeflüchteter, die sich seit geraumer Zeit in der Gemeinde befinden, stieß bei Abteilungsleiter Michael Hunger sofort auf offene Ohren. Zu einem annähernd normalen Alltag für die traumatisierten Menschen kann auch ein Sportverein beitragen. Zum Training am Dienstagabend in der örtlichen Turnhalle erschien Tim in Begleitung seiner Mutter, die nahe Kiew zu Hause sind. Der 14-Jährige, dessen Mutter gut Deutsch spricht, teilt die Vorliebe für Tischtennis mit den Vereinsmitgliedern. Der Schüler beherrscht einige Wörter auf Deutsch und sagte: "Ich habe vor 6 Monaten mit dem Sport begonnen, mein Vater brachte es mir bei. Es hat mir heute sehr viel Spaß gemacht, ich komme nächste Woche wieder." Trainer Wilfried Wenzel sagte: "Er hat gute Anlagen. Man sieht deutlich, dass er Spaß am Tischtennis spielen hat. Wir freuen uns, wenn jemand zu uns kommt." Der 12-jährige Max und Tim, die im Doppel den ersten Satz gegen den Trainer und Fridolin gewannen, unterlagen dann mit 1:3. Max sagte anerkennend: "Angesichts der kurzen Zeit, die er erst spielt, ist er schon richtig gut."

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