"Prellbocker" helfen Verbrauchern im Alltag

Verbraucherschutz Berater ziehen Bilanz und geben Ausblicke

Aue. 

Aue. Abzocker, Blender und Service-Nieten - unter dieser Überschrift läuft die diesjährige Prellbock-Aktion der Verbraucherzentrale Sachsen. Der Negativpreis wird seit 2013 aller zwei Jahre vergeben. In diesem Jahr sind Verbraucher wieder aufgerufen abzustimmen und Unternehmen zu benennen, die sie zur Weißglut treiben. Von den Praktiken mancher Unternehmen können auch die Mitarbeiter in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Sachsen in Aue ein Lied singen.

Die Leiterin Simone Woldt sagt: "Es gibt verschiedene Dinge, die wir regelmäßig auf den Tisch bekommen und die uns seit Jahren begleiten. Immer andere Maschen und andere Namen, aber im Kern immer Dasselbe." Für 2018 spricht Woldt erneut von vielen untergeschobenen Telefonverträgen, sowohl am Telefon als auch an der Haustür.

Verbraucheralltag birgt viele Fallstricke

Auch gab es vermehrt Probleme mit Inkassoschreiben mit Androhung der Pfändung, unbestellte Kreditkartenzusendung per Nachnahme oder auch Probleme mit Versicherungen. Es gibt für Verbraucher im Alltag eine Menge Fallstricke. Diese Dinge gehören zu den Dauerbrenner. Was den Prellbock angeht, sagt Christina Siebenhüner von der Pressestelle der Verbraucherzentrale Sachsen: "Wir sind in ganz Sachsen unterwegs und wollen den Verbrauchern eine Stimme geben. Wir hören zu und handeln. Wir nehme jede Stimme und jeden Ärger ernst."

Nach Westsachsen und somit auch nach Aue kommt man mit der Prellbock-Tour im September. Mit dem Prellbock-Preis habe man in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. "Der Preis steht nicht allein. In den meisten Fällen hängt daran eine Klage gegen das betreffende Unternehmen", erklärt Siebenhüner.

Der Abstimmungszeitraum läuft seit 1. Februar und endet am 31. Oktober. Geplant ist es, den Negativ-Preis am 5. Dezember zu überreichen. Das habe man auch in der Vergangenheit anvisiert, allerdings wollte den Preis keiner entgegennehmen. Abstimmen können Verbraucher direkt in der Beratungsstelle und im Rahmen der Prellbock-Tour, aber genauso online unter: www.verbraucherzentrale-sachsen.de/prellbock.