Rastanlagen für die B174?

Verkehr LKW-Problem in Marienberg soll Vergangenheit werden

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Der Parkplatz an der B174 kurz nach Großolbersdorf in Richtung Marienberg hieß früher "Raststätte der Freundschaft". Hier parken vor allem nachts und am Wochenende zumeist ausländische Schwerlast-LKW. Für ihre Fahrer gibt es jedoch weder Toiletten noch Duschen. Foto: S. Häfner

Marienberg. Parkende Brummis an der B174 werden immer mehr zum Problem anliegender Gemeinden. Die LKW parken nachts und sonntags auf den wenigen Parkflächen, die es zwischen Großolbersdorf und der Heinzebank sowie in Reitzenhain kurz vor dem Grenzübergang gibt, die aber nicht den Bedürfnissen der Fahrer entsprechen. Sie verfügen nicht einmal über hygienische Mindeststandards wie Toiletten.

Doch nun kommt scheinbar Bewegung in das Problem, geht aus den Antworten des sächsischen Wirtschaftsministeriums auf eine kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Katja Meier (Bündnis 90/Die Grünen) hervor. Sie hatte unter anderem gefragt, wie die sächsische Staatsregierung die nach Meiers Aussagen unbefriedigende hygienische Situation auf den Parkplätzen verbessern wolle. Das Wirtschaftsministerium räumt in der Antwort ein, dass die Situation an der B174 bekannt sei.

Aufgrund des Verkehrsaufkommens - den Grenzübergang Reitzenhain überqueren derzeit laut Ministerium täglich rund 1.440 Kraftfahrzeuge, die dem Schwerlastverkehr zuzuordnen sind - werde die Notwendigkeit zum Bau bedarfsgerechter Rastmöglichkeiten insbesondere für LKW zwischen Chemnitz und der Landesgrenze gesehen.

Die Stellflächen zwischen Großolbersdorf und Heinzebank sowie der Parkplatz in Hohndorf kommen dafür laut Ministerium nicht in Frage. Sie seien für die starke Nutzung nicht ausgelegt. Das Ministerium schlägt zwei Flächen vor. So könne auf dem Platz der ehemaligen Grenzanlage in Reitzenhain eine bewirtschaftete Rastanlage entstehen.

Denkbar sei auch, eine unbewirtschaftete Rastanlage an den Anschlussstellen der B174/B180 bei Gornau/Amtsberg zu errichten. Mit diesem Vorschlag beschäftigt sich das Bundesverkehrsministerium in Berlin.