Rauchende MZ-Piloten sorgen für Furore

Volkskunst Besondere Räuchermännchen auf Schloss Wildeck rasch vergriffen

Zschopau. 

Zschopau. Bekannt ist das Schloss Wildeck vor allem für seine Motorradausstellung. Im Museum des Zschopauer Wahrzeichens spiegeln knapp 60 Maschinen aus acht Jahrzehnten die Entwicklung von der Gründung des DKW-Werkes über die Glanzzeiten von MZ bis hin zu den Ereignissen nach der Wende wider. Doch nicht nur durch die Technik wird die Historie lebendig, sondern auch durch kleine MZ-Piloten. In grünen beziehungsweise blauer Fahrerkutte sowie mit Helm samt Logo stehen sie für all die Fahrer, deren Leben von der bekannten Motorradmarke aus Zschopau geprägt wurde.

Maskottchen gab es schon früher als Holzversion

Einst gab es viele solcher MZ-Piloten auf dem Schloss, doch ihre Zahl hat abgenommen. Mittlerweile ist keiner mehr zu haben, auch der letzte ist zumindest vorerst in den Ruhestand gegangen. "Inzwischen sind alle ausverkauft", sagt Schloss-Mitarbeiterin Ricarda Hofmann über die beliebten Räuchermännchen, die im Jubiläumsjahr "100 Jahre Motorradtradition in Zschopau" wieder in den Mittelpunkt rückten. Gefertigt wurde das sogenannte MZ-Männel, das einst als Maskottchen für die Zschopauer Marke warb, auch schon früher als rauchende Version aus Holz. Doch nach einigen Jahren der Ruhe wurde es aufgrund des großen Jubiläums aus seinem Dornröschenschlaf erweckt - und erfreute sich im Museumsshop enormer Beliebtheit.

Erneute Fortsetzung der "Karriere" denkbar

Neben der Stadt Zschopau und der Firma FEZ-Fahrzeugteile, die die MZ-Markenrechte besitzt, spielte auch die Grünhainichener Firma Kunsthandwerk Blank eine wichtige Rolle bei diesem Gemeinschaftsprojekt. "In der Venusberger Manufaktur Franz Karl ist das Männchen zuletzt mit dem MuZ-Logo für die Motorrad- und Zweiradwerk GmbH als große Serie gefertigt worden", erklärt Uwe Blank, der das Venusberger Unternehmen inzwischen übernommen hat. Auch er war von der Idee, die MZ-Piloten neu aufleben zu lassen, sofort begeistert. Genau wie viele Kunden, denn die erste Auflage aus dem vergangenen Frühjahr war schnell vergriffen. Es folgte eine auf 999 Stück limitierte Sonderedition, die nun ebenfalls ausverkauft ist. Das MZ-Männel ist also erneut im Ruhestand, doch eine Fortsetzung der Karriere scheint nicht ausgeschlossen. "Wir haben die Messlatte schon ziemlich hoch angelegt. Aber wenn wir eine neue Figur machen, müssen wir noch besser werden", blickt Uwe Blank in die Zukunft.

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