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Sanierter Rastplatz am "Tischl" bietet mehr als nur Erholung

Holzkunst Kunstwerke des Gelenauer Kettensäge-Events auf historischem Gelände im Abtwald

Gelenau. 

Gelenau. Schon seit Jahrhunderten dient der Rastplatz im Abtwald zwischen Gelenau und Auerbach als Treffpunkt für viele Menschen. Kamen dort im Mittelalter Schlossherren und Äbte zusammen, so ist der Rastplatz am "Tischl" - benannt nach einem uralten Steintisch samt Bänken - in der Gegenwart ein beliebter Anlaufpunkt für Wanderer. Allerdings hatte die Qualität der Einrichtung vor Ort zuletzt arg gelitten. Unter anderem war eine Wetterschutzhütte vor einigen Jahren abgebrannt, weshalb der Rastplatz nun einer Erneuerungskur unterzogen wurde.

Kettensäge-Künstler widmen sich Flora und Fauna

Für das Projekt hatte sich neben den Kommunen Gelenau und Auerbach auch der Auerbacher Heimatverein stark gemacht. Dass acht große Tierfiguren, vier Tische samt Bänken sowie eine überdachte Sitzgruppe dem Rastplatz nun wieder ein schönes Flair verleihen, ist aber in erster Linie den Teilnehmern des Gelenauer Kettensäge-Events zu verdanken. "Das Thema lautete nicht umsonst ,Flora und Fauna im Erzgebirge'", sagen Peter Duus und Tino Schubert. Die beiden Holzkünstler aus Thum und Gelenau, die Kettensäge-Spezialisten aus ganz Deutschland eingeladen hatten, um das mit den Gemeinden abgestimmte Projekt in die Tat umzusetzen, haben die entstandenen Kunstwerke nun am "Tischl" installiert.

Tische erhalten Form von Laubblättern

Mitten im Wald warten neben Wildschweinen, Igeln und Rehen nun auch ein Bär und ein Wolf aus Holz auf die Besucher. "Uns ging es auch um Arten, die früher einmal hier gelebt haben", sagt Duus, der mit entsprechenden Info-Tafeln über die jeweiligen Hintergründe aufklären will. Diese Tafeln müssen erst noch aufgestellt werden, doch ansonsten ist die neue Einrichtung des Rastplatzes so gut wie fertig. Dazu gehören auch die Tische, die in Form großer Laubblätter gefertigt wurden. Besuchern wird somit nicht nur das Aussehen von Eiche, Ahorn, Buche und Linde vor Augen geführt. Auf dem Holz finden sie auch die lateinischen Bezeichnungen Quercus, Acer, Fagus und Tilia. "Wenn sich die Leute ausruhen, bekommen sie nebenbei damit auch etwas Input", sagt Peter Duus über den frisch sanierten Rastplatz.