Stadtwehrleitung Stollberg kommissarisch besetzt

Feuerwehr Knut Liebe leitet vorerst die Geschicke der Feuerwehr der Stadt Stollberg

stadtwehrleitung-stollberg-kommissarisch-besetzt
Knut Liebe hat die den Posten des Stadtwehrleiters kommissarisch übernommen. Foto: Ralf Wendland

Stollberg. Nach dem Rücktritt des Stollberger Stadtwehrleiters Enrico Scheibner ist der Posten kommissarisch besetzt - die Geschicke hat vorerst, für maximal sechs Monate, Knut Liebe übernommen. Damit leitet der 52-jährige Oberbrandinspektor ehrenamtlich die Feuerwehr der Stadt Stollberg, die mit Stollberg, Gablenz, Beutha und Oberdorf vier gleichberechtigte Ortswehren mit insgesamt 150 Kameraden hat. Hauptberuflich ist Liebe bei der Berufsfeuerwehr in Chemnitz tätig. Knut Liebe springt vorerst ein, kann aber aus beruflichen Gründen das Amt nicht längerfristig ausfüllen: "Das Amt des Stadtwehrleiters ist von den Aufgaben her sehr umfangreich. Wenn man das gut ausfüllen will, ist der Zeitanspruch sehr hoch. Wenn ich etwas anfasse, dann möchte ich es auch richtig machen. An der Stelle bekomme ich das zeitlich aber nicht hin, schon allein durch Wochenend- und 24-Stunden-Dienste im Job."

Zum Rücktritt von Enrico Scheibner sagt Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt: "Enrico Scheibner hat sich zeitlich und vom Aufwand her sehr engagiert, aber wir sind nicht überein gekommen, was bestimmte Entscheidung in der Führung der Stadtwehr angeht." Aktuell hat man eine Lösung für sechs Monate. Dann wolle man sehen, so Schmidt, ob es eine Neuwahl gibt oder ob man diese auf einen späteren Zeitpunkt verschieben muss. Ziel ist es, eine Neuwahl bis spätestens 30. Juni hinzukommen. Auch jetzt, nach dem Rücktritt, hat man versucht, eine Neuwahl anzuschieben, es hat sich aber kein Kandidat gefunden, der sich vorstellen kann, den Posten zu übernehmen und auszufüllen.