Suchaktion am Fichtelberg: Rentnerpaar verschwinden mit PKW im tiefsten Wald

blaulicht Ehepaar kommt mit Unterkühlung ins Krankenhaus

Fichtelberg. 

Fichtelberg. Am Donnerstagabend rückten Einsatzkräfte zu einem Großeinsatz am Fichtelbergwald aus. Dabei musste die Feuerwehr Oberwiesenthal, Bärenstein, die Bergwacht Oberwiesenthal sowie der Polizeihubschrauber und Beamte der Polizeidirektion Chemnitz zu einem skurrilen Einsatz gerufen.

Gegen 17:30 Uhr meldete sich eine 85-jährige Frau mit ihrem Mann. Sie seien am Fichtelberg von der eigentlichen Straße abgekommen und befinden sich irgendwo im Waldgebiet am Fichtelbergkamm. Nach ersten Suchmaßnahmen wurden gegen 19 Uhr die Einsatzkräfte alarmiert. Eine örtliche Einsatzleitung wurde im Fichtelberghaus eingerichtet. Bergwacht und Feuerwehr suchen mit dutzenden Einsatzkräften in den tiefen Wäldern des Fichtelbergs. Dabei besitzt der Wald am Fichtelberg kilometerlange verschiedenste Waldwege. Diese werden oft von Wanderern benutzt und sind befahrbar. Auch ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera ist im Einsatz gewesen. Die Suche dauerte Stunden an, wie die Nadel in einem Heuhaufen gestaltete sich die Suche. Die Rentner konnten ihren Standort nicht mitteilen und anscheinend konnten diese auch nicht über ihr Telefon geortet werden. Insgesamt waren über 50 Einsatzkräfte im Einsatz.

 

Gegen 21:30 Uhr konnten die Rentner durch die Bergwacht, unterkühlt an einer Schutzhütte gefunden werden. Sie kamen mit einer Unterkühlung in ein Krankenhaus. Die Polizei nutzte dabei den Funkmast, über dem der Notruf abgesetzt wurde. Somit konnte der Suchradius eingegrenzt werden.

 

Das Fichtelberggebiet besteht aus über 16.000 Hektar Wald mit teilweise unzugänglichem Gelände.

 

Update Freitag 11 Uhr

 

Erst am Tag wurde ersichtlich, wo das ältere Rentnerehepaar mit ihrem PKW feststeckten. Auf eisglatter Straße kam ihr Fahrzeug nach links von der Fahrbahn ab und rutschten in den Graben. Das Ehepaar war sehr schlecht zu Fuß, sodass sie in der Schutzhütte "Jägersteighütte" Schutz vor der Kälte suchten. Am frühen Freitagmorgen wurde das Fahrzeug geborgen.

Update Freitag 13:30

Über Notruf meldete sich am gestrigen Donnerstag eine 74-jährige Frau und teilte mit, dass sie und ihr Mann (76) mit ihrem Pkw im genannten Bereich verunglückt wären und das Auto drohte, einen Abhang hinab zu rutschen. Der genaue Unfallort konnte nicht benannt werden. Im weiteren Verlauf wurden Suchmaßnahmen eingeleitet. Neben Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften kamen auch die Bergwacht sowie ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Die Suche gestaltete sich schwierig, da die Wege im Suchgebiet kaum befahrbar waren. Nach etwa 3,5 Stunden Suche konnte das Ehepaar durch Rettungskräfte in einem bewaldeten Gebiet gefunden werden. Sie waren etwas unterkühlt sonst aber offensichtlich unverletzt und wurden ambulant medizinisch versorgt. Derzeit stellt es sich so dar, dass das Ehepaar mit seinem Pkw über Waldwege aus Richtung Rittersgrün in Richtung Oberwiesenthal unterwegs war. Weil die Wege zum Teil stark vereist waren, wollte der 76-Jährige wenden, wobei das Auto ins Rutschen geriet und drohte, in einen Graben zu rutschen. Sachschaden entstand dabei keiner.