"Weiße Frau" steht auf dem Wildbacher Kirchplatz

Holzskulptur Skulptur hat Bestimmungsort gefunden

Wildbach. 

Wildbach. Es ist ein spannendes Projekt, das sich hinter "WIKUSAWA", der Wildbacher Kunst & Sagenwald, verbirgt. Mit diesem Projekt haben die Wildbacher bei der Robert-Bosch-Stiftung gepunktet und erhalten eine Förderung.

Zum Tag der Neulandgewinner, sprich, einem Tag der Menschen, die selbst anpacken, um ihre Heimat zu einem Ort zu machen, an dem sie gerne leben, haben die Akteure etwas beigetragen. In Wildbach hat man das mit der Einweihung der Holzskulptur "Weiße Frau in der Isenburg" verbunden. Die Figur ist beim Auer Holzbildhauersymposium in diesem Jahr entstanden. Gestaltet worden ist sie von Holzbildhauer Jesko Lange aus Zschorlau. "Bei der Übergabe der Skulptur ist uns aufgefallen, dass die Figur aussieht wie eine Madonna und haben uns gesagt: Es muss eine Prozession geben", erklärt Annett Beier. Die 39-Jährige ist Mitglied im Heimatverein Wildbach und hat beim Projekt "Wildbacher Kunst & Sagenwald" den Hut auf.

Die gut zwei Meter hohe Figur aus Eichenholz hat man auf einen geschmückten Pferdewagen von der Freiwilligen Feuerwehr gestellt und sie in einer feierlichen Prozession vom Dorfplatz bis auf den Kirchplatz in Wildbach gefahren. Vor der Heimatstube ist ein entsprechendes Fundament gegossen worden und das ist der Bestimmungsort für die Skulptur. Begleitet worden ist das Ganze von den Spielmannsleuten "Drei Raben" aus Schwarzenberg, die für Mittelalterstimmung gesorgt haben. Um die "Weiße Frau in der Isenburg" rangt sich eine Sage. "Vor der weißen Frau hatten alle im Dorf Angst. Es ist eine Spukgeschichte gewesen, die man sich erzählte. In Wirklichkeit war es eine Hussitin, die in der Isenburg allein gehaust hat", erklärt Beier.