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Zschopau: Städtepartnerschaft wird auch auf dem Fußballrasen gelebt

Fußball Beim 0:4 des FSV Zschopau/Krumerhermersdorf gegen Louny ist das Ergebnis zweitrangig

Zschopau. 

Zschopau. Seit 50 Jahren besteht inzwischen die Städtepartnerschaft zwischen Zschopau und dem tschechischen Louny. Ein Jubiläum, das im Rahmen des großen Biker-Treffens in der Motorradstadt vor wenigen Wochen bereits ausgiebig gefeiert wurde. Nun wurde die Partnerschaft aber auch auf dem Fußballrasen gelebt, denn der FSV Zschopau/Krumhermersdorf traf in einem Freundschaftsspiel auf den FK Seko Louny. Grußworte und Präsente durften dabei ebenso wenig fehlen wie Tore. Dass letztere allesamt auf das Konto der Gäste aus Tschechien gingen, war kein Wunder.

Gäste werden Favoritenrolle gerecht

"Louny spielt in der vierten tschechischen Liga. Das ist vergleichbar mit der Landesliga bei uns", sagt FSV-Trainer Dominik Heeger, der mit seinem Team in der Kreisliga auf Torejagd geht. Aufgrund dieser Ausgangssituation fand er, dass sich die Gastgeber mit dem 0:4 (0:2) achtbar aus der Affäre zogen. Hinzu kam ja, dass Zschopau/Krumhermersdorf in der jüngeren Vergangenheit verstärkt auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs setzt. "Wir haben eine junge Truppe mit viel Potenzial, die allerdings noch etwas Feinschliff braucht", so Heeger. Dass die deutlich erfahreneren Gäste aus Louny den einen oder anderen Fehler in der Defensive eiskalt bestraften, konnte er verschmerzen. Schließlich stand an diesem Tag ohnehin nicht das Ergebnis im Vordergrund.

Fortsetzung geplant

"Wir wollten einfach mal einen sportlichen Aspekt reinbringen in die Städtepartnerschaft", erklärt David Kessmann. Der sportliche Leiter des FSV engagiert sich als Zschopauer Stadtrat auch in der Lokalpolitik und kennt sich mit dem Thema daher aus. Waren früher Vergleiche zwischen den Partnerstädten regelmäßig angesagt, beispielsweise in der Leichtathletik, so waren solche Aktivitäten zuletzt eingeschlafen. Vom FSV wurden sie jetzt wieder geweckt, zumal der Verein selbst bis vor wenigen Jahren noch selbst tschechische Spieler wie Jindrich Hefner oder Pavel Komorous in seinen Reihen hatte. Ein Grund mehr also, den Kontakt ins Nachbarland zu halten. Geplant sei nun, ein weiteres Spiel in Louny auszutragen. Das wollen die Krumhermersdorfer laut Kessmann dann eventuell mit einem Trainingslager verbinden.

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