FCE, FSV und CFC im Fokus

Die drei größten Fußballteams der Region stehen vor wegweisenden Spielen. Mit dem Spieltag nach der letzten Länderspielpause für diese Saison am vergangenen Wochenende wurde die heiße Phase der Spielzeit 2018/19 eingeläutet.

Einwurf von Marcus

Aue mit günstiger Ausgangslage

In der 2. Bundesliga steht Erzgebirge Aue vergleichsweise komfortabel da. Vor dem Sachsenderby gegen Dynamo Dresden am heutigen Montagabend liegt die Elf von Daniel Meyer acht Punkte vor dem Relegationsplatz 16. Ein Sieg könnte also quasi eine Art vorzeitiger Klassenerhalt sein. In den vergangen beiden Saisons mussten Verein und Fans jeweils lange zittern, letztes Jahr gelang die Rettung sogar erst in nervenaufreibenden Relegationsspielen gegen den Karlsruher SC. Dies dürfte den Erzgebirglern wohl heuer erspart bleiben.

Prognose: Die Veilchen halten die Klasse und werden bereits (deutlich) vor dem letzten Spieltag gerettet sein!

FSV muss zittern - bis zum Schluss?

In Liga 3 rangiert der FSV Zwickau über den Abstiegsplätzen. Durch die wiederentdeckte Heimstärke konnten mit den wichtigen Siegen gegen Uerdingen und Cottbus konnten sich die Muldestädter ein kleines Polster verschaffen, dass trotz der 1:3-Niederlage gegen Hansa Rostock noch drei Punkte beträgt. Die nächsten Spiele gegen Wehen, Unterhaching und Würzburg sind definitiv kein Selbstläufer, allerdings könnte der FSV in diesen Partien auch schon einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen.

Prognose: Zwickau muss sicherlich noch ein Weilchen zittern, wird allerdings am Ende die Klasse halten und weiterhin drittklassig spielen.

CFC: Sportlich hui - der Rest, ausbaufähig…

In der Regionalliga Nordost sucht der Chemnitzer FC sportlich seinesgleichen. Auch nach der bitteren 2:4-Niederlage bei Lokomotive Leipzig rangieren die Himmelblauen weiterhin unangefochten auf Platz 1, auch weil der einzig noch in Reichweite befindliche Verfolger Berliner AK keine Lizenzunterlagen für Liga 3 eingereicht hat. Nach menschlichem Ermessen kann in den verbleibenden Partien nichts mehr anbrennen für die Elf von Trainer David Bergner. Sportlich wird der CFC die Kriterien für die dritte Liga definitiv erfüllen. Abseits vom Rasen sieht es dagegen weniger erbaulich aus. Die immer noch nachhallenden Geschehnisse vom Heimspiel gegen Altglienicke, die verschobene Mitgliederversammlung und der Rückzug mehrerer wichtiger Sponsoren lassen im Vereinsumfeld keine Ruhe aufkommen.

Prognose: Sportlich werden die Himmelblauen vor allem durch die unfassbar starke Hinrunde den Aufstieg in die dritte Liga packen. Hinter der finanziellen Kraft für den Profifußball steht nach wie vor ein großes Fragezeichen. Den treuen Fans, die trotz Abstieg und Insolvenz in der Regionalliga für einen Zuschauerschnitt von über 5200 pro Partie gesorgt haben, wäre zu wünschen, dass Insolvenzverwalter Klaus Siemon und Sportvorstand Thomas Sobotzik die Rahmenbedingungen für die Rückkehr in den Profifußball bewerkstelligen können.