Bergmännisches Gedenken: 200. Ehrentag des ersten Bergakademie-Studenten

Bergbau 200. Todestag von Friedrich Wilhelm Heinrich von Trebra

Freiberg. 

Freiberg. Er war eine der prägendsten Gestalten in der Montanhistorie des Erzgebirges, und nicht nur dort. Friedrich Wilhelm Heinrich von Trebra (1740 - 1819) war nicht nur der erste Student an der Freiberger Bergakademie, er beschloss sein Leben auch im Amte des Oberberghauptmannes und war somit der Verantwortliche für den gesamten Bergbau in Sachsen.

Besondere Verdienste erwarb er sich seinerzeit in Marienberg. "Hier hat er den gesamten Bergbau revolutioniert", sagt Ralf Albrecht, Vorsitzender der dortigen Bergknappschaft. "Auch sein soziales Denken hinterließ Spuren." So sorgte er etwa für einen einheitlichen Lohn und eine Krankenversicherung der Knappen. Auch die Uniformen ließ von Trebra die Bergarbeiter außerhalb der Schächte und Stolln tragen, womit er viel zum Stolz und Selbstverständnis der Zunft beitrug.

Höhepunkt war die Verlesung der 200 Jahre alten Original-Grabrede

Es ist also mehr als verständlich, dass dieses Mannes, dessen 200. Todestag sich am 16. Juli jährte, mit einem bergmännischen Gedenken erinnert wurde. Die Marienberger Knappschaft hatte zu diesem Zweck die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft angesprochen, und diese sagte sofort zu. Und so gab es am vergangenen Dienstag zunächst einen kleinen Aufmarsch der Knappschaften auf dem Donatsfriedhof. Anschließend versammelte man sich gemeinsam mit zahlreichen Gästen am Gedenkstein für von Trebra.

Das Bergmusikkorps Saxonia spielte Stücke aus der David-Messe von Josef Heuchler, der Gemischte Chor der Freiberger Knappschaft sang geistliche und Bergmannslieder. Eberhard Pönitz gab einen Überblick über den Bergakademiestudenten von Trebra, auch das Oberbergamt sprach über seinen ehemaligen Leiter. Als Höhepunkt verlas Knut Neumann, Vorsitzender der Freiberger Knappen, jene Grabrede, die vor 200 Jahren ebenfalls gehalten wurde.