Bürgerpolizist hat alles im Griff

Vorgestellt Klaus-Dieter Erber mit einem bewährten Prinzip

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Kaffee trinken mit dem obersten Chef: Polizeioberkommissar Klaus-Dieter Erber (l.) und Sachsens Innenminister Markus Ulbig. Foto: Wieland Josch

Großschirma. Es ist ein richtiges Mistwetter, das sich am Donnerstag vergangener Woche über die Region gelegt hat. Kalt, feucht, grau und windig ist es auch in Großschirma, doch ausgerechnet einer, der seine Arbeit unter freiem Himmel erledigt, hat seine Freundlichkeit nicht verloren. Polizeioberkommissar Klaus-Dieter Erber, seines Zeichens Bürgerpolizist für die Gemeinden Reinsberg, Großschirma und, seit September, auch für Halsbrücke, steht auf der Straße, schwenkt seine Signalkelle und es scheint, als hätte er neben der Situation auch ein klein wenig das Wetter im Griff.

An diesem Tag regelt er die Ankunft seines obersten Dienstherren. Der sächsische Innenminister Markus Ulbig besucht die Gemeinde. "Kommt ja nicht jeden Tag vor, dass man seinen höchsten Chef begrüßt", schmunzelt Erber. Als der Minister da ist, gibt es eine freundliche Begrüßung. Man begegnet sich nicht zum ersten Mal. "Es ist gut, dass es einen Bürgerpolizisten hier gibt", sagt Ulbig und klopft Erber auf die Schulter. "Das Prinzip wieder einzuführen, wie es in der Vergangenheit schon einmal war, hat sich bewährt", sagt auch Großschirmas Bürgermeister Volkmar Schreiter. Unter Arbeitsmangel hat Klaus-Dieter Erber nicht zu leiden. "Ich betreue insgesamt 18 Ortschaften", sagt er. "Das ist eindeutig oberste Kante, aber es ist zu schaffen." Er selbst wohnt hingegen in Pfaffroda. Der räumliche Abstand zum Arbeitsplatz bringt den Blick von außen auf die Dinge mit sich. Er ist vor Ort ansprechbar, kann im Fall der Fälle schon einmal die ersten Weichen stellen, beruhigend einwirken. "Man nimmt schon mal eine ganze Menge Aggression weg", ist Erbers Erfahrung. Ruhe, Besonnenheit und Freundlichkeit sind sein Rüstzeug. Seit er seines Amtes waltet läuft manches besser in den drei Gemeinden.