Covid-19: Landratsamt Mittelsachsen gibt 9 Erkrankte bekannt

Corona Weitere Mitteilungen und Maßnahmen für den Landkreis

Freiberg. 

Auch im Landkreis Mittelsachsen bleibt die Lage rund um die Verbreitung des Corona-Virus weiterhin überaus angespannt. Wie das Landratsamt am Dienstagnachmittag mitteilte, gibt es in Mittelsachsen aktuell neun erkrankte Personen. Bei den vier Neuerkrankungen handelt es sich um Reiserückkehrer, die in häuslicher Quarantäne sind. Sie leben im Raum Freiberg und Mittweida. "Wir haben die Kontaktpersonen ermittelt und für diese eine Quarantäne angeordnet", erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Annelie Jordan. Am Nachmittag trafen sich Vertreter aller mittelsächsischen Kliniken erneut mit dem Gesundheitsamt. Landrat Matthias Damm dankte für die Bereitschaft der Kliniken und deren aktives Mitwirken in dieser Lage. "Das spürt man, was hier die Klinken und deren Mitarbeiter auch für die Gesamtbevölkerung für eine Verantwortung übernehmen."

 

 

Ein Thema beim Treffen war eine Ambulanz. Dr. Jordan stellt aber schon jetzt zu einer Corona-Ambulanz klar, dass nur Abstriche von Personen genommen werden, die Symptome haben und aus einem Risikogebiet zurückkehrten oder direkten Kontakt mit einer erkrankten Person hatten. "Ohne Symptome hat der Test auch keinen Sinn", so die Amtsärztin. Dr. Jordan sagte abschließen, dass zu einer Corona-Ambulanz noch keine abschließende Entscheidung getroffen wurde: "Wir reagieren entsprechend der Lage." Der Besucherverkehr im Landratsamt wird ab 18. März vollständig eingestellt. Die Beschäftigten sind per Telefon oder per E-Mail für Fragen oder Beratungen erreichbar. "Nur im besonderen Ausnahmefall kann es noch persönliche Vorsprachen geben", so Landrat Matthias Damm. Die allgemeine Telefonnummer des Landratsamtes ist die 03731/799-0. Im Mittelsachsenkurier, der morgen erscheint, ist ein Behördenführer mit konkreten Durchwahlnummern abgedruckt. Das Landratsamt Mittelsachsen verzichtet zudem vorübergehend bis zum 19. April auf Vollstreckungsmaßnahmen zur Beitreibung offener Forderungen des Landkreises.

 

Die Ausnahme

 

Eine Ausnahme davon bilden drohende, endgültige Zahlungsausfälle durch Verjährung sowie Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Trotz der angekündigten Schulschließungen ab Mittwoch, dem 18. März, laufen ÖPNV und die Schülerbeförderung auch in den kommenden Tagen noch normal. Wie der zuständige Abteilungsleiter für den Öffentlichen Personennahverkehr erklärt, müsse man sehen, wie viele Kinder in die Notbetreuung gehen und sich dann entsprechend ausrichten. "Wir stehen hier im engen Kontakt mit dem ZVMS und Regiobus", so Thomas Kranz. Nach Einschätzung von Regiobus-Geschäftsführer Michael Tanne gab es mit der Tatsache, dass nur noch die hinteren Türen zum Einstieg geöffnet werden, keine Probleme. "Einige Fahrgäste waren etwas verunsichert, aber das spielt sich alles ein und das Ziel ist, einen stabilen Fahrbetrieb zu halten", erklärt Tanne.