Das Jahr 2016 in und um Rochlitz

Rückblick Rückschläge und Kuriositäten, aber auch Solidarität prägten die Region

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Das Krankenhaus in Rochlitz unmittelbar nach der Bekanntgabe der Schließung Ende 2015: Die Zukunft des Objektes beschäftigte Rochlitz in diesem Jahr maßgeblich. Foto: Dennis Heldt/Archiv.

Rochlitz. Frank Dehne hatte es 2016 nicht leicht. In seinem ersten Jahr nach der Wahl zum Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt hatte er mit vielen Problemen zu kämpfen: Es begann mit der überraschenden Schließung des Krankenhauses, eine turbulente Entwicklung, welche bis heute noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Zunächst wechselten zahlreiche Mitarbeiter von Rochlitz in das benachbarte Landkreis Mittweida Krankenhaus (LMK). Seither ist die Zukunft der Rochlitzer Klinik ungewiss: "Wir haben den Dialog mit der neuen Geschäftsführung des LMK aufgenommen, mit dem Ziel eine vernünftige Nachnutzung des Hauses zu finden", so Dehne. Der zweite Rückschlag kam dann im April: Das Prestigeprojekt, der Rochlitzer Regionalmarkt, musste abgesagt werden. Zu wenige Händler hatten sich im Vorfeld für einen Stand angemeldet. Verworfen ist die Idee aber noch lange nicht. Im November verkündete die Stadt, dass der Markt 2017 eine zweite Chance bekomme, diesmal mit einem veränderten, neuen Konzept. Überregional sorgte im Spätsommer ein kurioser Glockenstreit für Aufsehen. Hintergrund der Geschichte waren Beschwerden von Anwohnern bezüglich der Lautstärke der Rathausturmglocken. Oberbürgermeister Dehne reagierte und ließ die Glocken über Nacht abschalten. Doch dies brachte ihm wiederum heftige Kritik ein. Ein Ehepaar initiierte sogar eine Unterschriftensammlung für die Wiedereinführung des Glockenschlages. Mit dieser verrückten Posse schaffte es Rochlitz in die "Bild"-Zeitung. Durchweg positive Schlagzeilen produzierte die Stadt zu Weihnachten: Die "1. Rochlitzer Schlossweihnacht" war ein wahrer Besuchermagnet und ein voller Erfolg. Doch nicht nur zur Weihnachtszeit war der Veranstaltungskalender in der Region gut gefüllt. Besonders viel zu feiern gab es in Noßwitz: Der Ortsteil feierte 666-jähriges Bestehen und das 140. Jubiläum der Feuerwehr. Ebenfalls erfolgreich verliefen die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in der Region: Von der "Performance zum Stein" bis hin zur Neuauflage des Bergtriathlons. Das benachbarte Penig zeichnete sich 2016 durch ein hohes Maß an Solidarität aus: Die Unwetterkatastrophe im baden-württembergischen Braunsbach schockierte ganz Deutschland. Die Peniger spendeten als Partnergemeinde 24.000 Euro für den Wiederaufbau.