Dulig: "Freistaat wird zum E-Autoland"

Wirtschaft Martin Dulig besucht Zulieferbetrieb - Geschäftsführer fordert verlässlich Aussagen

Reinsberg. 

Reinsberg. Ab 2025 sollen circa 30 Prozent der in Deutschland produzierten Autos einen vollelektrischen Antrieb haben. Mit VW Zwickau als zukünftig reinem E-Mobilitäts-Werk sowie den Aktivitäten von BMW und Porsche in Leipzig wird der Freistaat zum E-Autoland Sachsen. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig misst dieser Trendwende zur Elektromobilität eine immense Bedeutung bei. Neben den rund 20.000 Mitarbeitern bei den Fahrzeugherstellern sind etwa 75.000 Menschen bei Zulieferern, Dienstleistern und Ausrüstern in Sachsen beschäftigt, betonte er bei einem Besuch der UKM Fahrzeugteile GmbH in Reinsdorf. "Der Standort Sachsen besitzt eine Pilotfunktion für die Produktion von Elektrofahrzeugen in Europa und sendet ein Signal in die Welt aus", sagt Dulig.

Hälfte der Produktion noch für klassischen Antrieb

Die UKM Fahrzeugteile GmbH produziert als Entwicklungspartner von Automobilherstellern und Systemlieferanten Komponenten für Motor, Getriebe, Lenkung und Karosserie. "Wir sind derzeit noch zu etwa 50 Prozent vom klassischen Antrieb abhängig", sagt Geschäftsführer Thorsten Vogt.

Auch für neue Mobilitätslösungen ist das Unternehmen gerüstet, das mit den drei deutschen und einem französischen Standort rund 650 Mitarbeiter zählt. "Hybridantriebe stellen hohe Anforderungen an die Maßhaltigkeit und Oberflächengüte der Bauteile. Auf diesem Feld sind wir zu Hause", so der Geschäftsführer. Dazu gehört die Fertigung von "Wir werden sinnbildlich gesprochen eine ganze Weile auf vielen Straßen fahren. Um die damit verbundenen Aufgaben zu meistern, sind wir natürlich zuallererst als Unternehmen gefordert. Doch gerade als Mittelständler brauchen wir hier auch verlässliche Aussagen unserer Partner in der Wirtschaft und in der Politik" so Thorsten Vogt.