Ein Leben für die Malerei

Schau Werke von Manfred Stahn sind in der Burgstädter Galerie Art Forum zu sehen

ein-leben-fuer-die-malerei
Manfred Stahn anlässlich der Vernissage in der Galerie Art Forum im Gespräch mit Alexander Breitenbach. Foto: Uwe Schönberner

Burgstädt. Er hat es gar nicht gern, wenn er im Fokus des Geschehens steht. Dennoch werden einzig und allein nur seine Malereien und Grafiken in der aktuellen Ausstellung in der Burgstädter Galerie Art Forum gezeigt: Die Rede ist vom 87-jährigen Manfred Stahn. Wenn es in der Kleinstadt um Malerei und Grafik geht, ist sein Name untrennbar mit diesen Themen verbunden, denn seit 1980 leitet er - mit kleineren Unterbrechungen - Mal- und Zeichenzirkel der Stadt.

Neue Ausstellung eröffnet

Anlässlich der Vernissage in der Galerie Art Forum fühlte sich selbst Bürgermeister Lars Naumann geehrt, diese Personalausstellung zum Schaffen Manfred Stahns eröffnen zu dürfen. Stahn, der stets viel Wert darauf legt, nicht als Künstler bezeichnet zu werden, hat in seinem Leben viele Malereien und Grafiken geschaffen, die keine andere Bezeichnung als Kunst verdienen. Der aus Schlesien stammende Stahn - das erfuhren die Vernissage-Besucher während der Laudatio, die Jürgen Gehrke aus dem Vorstand des Kulturvereines Burgstädt hielt - hatte das Glück in Mittweida beim damaligen Obermeister der Malerinnung - Johannes Dehne - das ABC des Malerhandwerks zu erlernen sowie Schriftgestaltung, Plakatentwürfe und freie Malerei. Hier holte sich Stahn neben seinen Job-Grundlagen auch bereits wichtiges Rüstzeug für sein späteres künstlerisches Schaffen, das bis heute anhält.

Kritik an der Gesellschaft

Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten sind überwiegend aktuell aus der Zeit ab 2012. Neben Landschaften, Gebäuden und Naturstimmungen werden auch thematische Arbeiten gezeigt wie beispielsweise "Eva": Auf einem Paradiesvogel sitzend zupft Eva dem Vogel die Federn aus und wirft sie dann weg. Eine Anspielung Stahns auf unsere Wegwerfgesellschaft zu Lasten der Ressourcen unseres Heimatplaneten.

"Ich bewundere Manfred Stahn, wie er trotz seines hohen Alters solche aktuellen Themen aufgreift und anschaulich umsetzt", würdigte Maler Johannes Borges Stahns Schaffen. Das Duo Zwanglos - Heike und Stefan Weise - hatte anlässlich der Vernissage sogar eigens ein Lied für Stahn komponiert: "Der Stier senkt die Hörner" zum Bild "Carmen".