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Ein Nussknacker aus der Hobbywerkstatt

Ausstellung Weihnachtsschau im Oederaner Museum seit Samstag geöffnet

Oederan. 

Oederan. Ramona Metzler hat sie nicht gezählt. Aber die Museumschefin weiß, das exakt 40 Aussteller Leihgaben für die diesjährige Weihnachtsausstellung "Der die Nuss knackt" bereitgestellt haben, die an letzten Samstag, 15 Uhr in der Galerie des Oederaner Museums eröffnet worden ist.

Zu sehen sind ausschließlich Exponate, die als Hobbyarbeiten entstanden sind. "Das haben wir ja bei den Ausstellungen der vergangenen Jahre stets so gehandhabt und daher in Firmen hergestellte Nussknacker nicht angenommen", erklärt Ramona Metzler. Hergestellt wurden die ursprünglich Nussbeisser genannten Holzfiguren um 1650 in Berchtesgaden und ab 1735 in Sonneberg. Im Erzgebirge verbreitete sich deren Herstellung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem Zentrum in Seiffen. Den ersten Nussknacker in der heute bekannten erzgebirgischen Form und Farbgebung drechselte Friedrich Wilhelm Füchtner um 1870.

Ganz so alt sind die in der neuen Sonderausstellung gezeigten Exponate nicht, aber Ronny Reupert aus Kirchbach hat einen Räuchermann zur Verfügung gestellt, der es immerhin auf fast 100 Jahre bringt. Das größte Exemplar hat einst Jürgen Mratzek aus Börnichen gefertigt, aus dessen Werkstatt zudem einige Utensilien zu sehen sind. Die Ausstellung läuft bis zum 3. März.



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