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Einsatz für Theatergruppe gewürdigt

ehrung Julita Decke wird ausgezeichnet

Milkau/Mittweida. 

Milkau/Mittweida. Julita Decke wurde in diesem Jahr mit dem Katharina-von-Bora-Preis durch Gleichstellungsministerin Katja Meier und Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth in der Schlosskirche Torgau ausgezeichnet. Mit dem Preis wird herausragendes ehrenamtliches Engagement von Frauen aus ganz Deutschland gewürdigt. Julita Decke gründete mit "Septem Mulieres" eine Frauentheatergruppe des Vereins Müllerhof Mittweida. "Bei dem künstlerischen Projekt handelt es sich um die Darstellung historischer Frauenbiografien, die wieder zu neuem Leben erweckt werden", so die Milkauerin, die im Müllerhof als Projektleiterin beschäftigt ist. Es nehmen ausschließlich Laiendarstellerinnen daran teil, den konzeptionellen und dramaturgischen Rahmen dafür schafft Julia Decke, die auch ihre eigenen Texte und Ideen einbringt.

Start vor zwei Jahren

Zum Anfang im September 2018 standen sieben Frauen der Reformation und Vorkämpferinnen des Frauenwahlrechts im Fokus. Die Frauen suchten sich ihre Rolle selbst aus, wobei der Fokus auf eher unbekannten Frauen lag, die viel in ihrer Zeit bewirkten, aber kaum Beachtung für ihre Taten erhielten. Verwendet wurden erhaltene Briefe, Gedichte und Lieder. Die Laiendarstellerinnen sprachen die originalen Textstücke und erarbeiteten gemeinsam eine entsprechende Performance. Die "Zeitreise" wurde mehrfach erfolgreich aufgeführt. "Der Auslöser für das Theater war die Sonderausstellung auf Schloss Rochlitz über 500 Jahre Reformation", erinnert sich Julita Decke, die auch als Gästeführerin dort tätig ist. Sie nahm gern den Katharina-von-Bora-Preis entgegen und freut sich über diese Ehrung, das Preisgeld fließt natürlich in das Theaterprojekt.

Nächstes Werk ist bereits in der Vorbereitungsphase

Inzwischen beschäftigen sich die Frauen mit ihrem nächsten Werk, dass sich vorläufig "Auf die Suche nach dem Ur..." nennt. Es handelt von Frauen, die vor 1000 und mehr Jahren gelebt und etwas bewirkt haben. "Die Herausforderung dabei ist, dass es kaum schriftliche Spuren gibt. Lediglich Erzählungen oder bildliche Darstellungen. Wir müssen einschätzen, was die Wahrheit war. Es wird spannend wie wir das Umsetzen werden", ist Julita Decke erwartungsvoll. Die Proben gestalten sich in Corona-Zeiten schwierig, da es keine Treffs gibt. Gerne können sich weitere Frauen im Müllerhof melden, bei diesem Projekt mitzuwirken möchten.