Endlich! Mittweidaer Schnittstelle offiziell übergeben

Verkehr ÖPNV/SPNV-Verknüpfungsstelle in Mittweida nach fast vier Jahren Bauzeit fertiggestellt

Mittweida/Chemnitz. 

Mittweida/Chemnitz. Ganz nach dem Spruch "Was lange währt, wird endlich gut" konnte kürzlich der Mittweidaer Bahnhofsvorplatz nach dem Abschluss der Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen und der damit verbundenen Neugestaltung zu einer ÖPNV/SPNV-Verknüpfungsstelle öffentlich übergeben werden. "Die Planungen dazu wurden bereits 2009 gemacht", sagte anlässlich der Übergabe bei Regenwetter Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU).

Viele neue PKW-Stellplätze

"Darauf, dass wir jetzt nach genau zehn Jahren hier stehen, kann jeder seinen eigenen Reim machen", räumte Mittweidas Stadtoberhaupt ein. Denn auch die Bauzeit des Drei-Millionen-Euro-Projektes betrug zwei Jahre mehr als ursprünglich geplant. "Wenn es fertig ist, redet keiner mehr darüber", schloss Schreiber dazu das Thema ab. Geschaffen wurde nämlich trotz allem einiges: So stehen jetzt auf dem Bahnhofsvorplatz nicht nur neun PKW-Stellplätze zur Verfügung, sondern unmittelbar hinter dem Bahnhofsgebäude wurden 69 neue Stellflächen geschaffen, "die bereits rege genutzt werden", stellte der OB weiter fest.

Zahlreiche Gründe für Bauverzogerungen

Mit den vorbereitenden Beräumungsarbeiten war am 11. Januar 2016 begonnen worden. Immer wieder kam es in der Bauphase zu Verzögerungen. Als Gründe wurden genannt, dass entgegen der ursprünglichen Planungen weitere Arbeiten dazu gekommen seien. So hätte das Trockenlegen des Bahnhofsgebäudes sowie zahlreiche Leitungsverlegungen für Verzögerungen gesorgt. Auch im Außengelände konnten die zeitlichen Vorgaben nicht eingehalten werden. So war der Brunnenbau mit den Mosaiksteinen wesentlich zeitaufwändiger und für die Leitungen zum Brunnen waren kaum brauchbare Angaben aus DDR-Plänen vorhanden.

Erhöhter Komfort beim Umstieg

Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Bus und Bahn wurden bereits vorher aufeinander abgestimmt, zumindest was die Bahnverbindung Mittweida - Chemnitz betrifft, die zum "Chemnitzer Modell" gehört. Für die Fahrgäste des regionalen Busunternehmens Regiobus Mittelsachsen erhöht sich jetzt auch der Komfort beim Umstieg von Bahn zu Bus und umgekehrt.