"Enthusiasmus der Wendejahre wäre angebracht"

Kamingespräche Staatsminister Schmidt im Austausch mit Landespolitiker Hähle

enthusiasmus-der-wendejahre-waere-angebracht
Thomas Schmidt, Fritz Hähle und Rene Stahlschmidt (v.l.) diskutieren während des Kamingesprächs. Foto: Alexander Richter

Wechselburg. Für sein traditionelles Wechselburger Kamingespräch lud Staatsminister Thomas Schmidt den erfahrenen Landespolitiker Fritz Hähle am vergangenen Montag zu einem Austausch in die mittelsächsische Gemeinde inmitten seines Wahlkreises ein. Anlässlich des Jubiläums des Mauerfalls folgten neben Landrat Matthias Damm zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik der Einladung des Landespolitikers.

"Auf den Tag genau hatte die Berliner Mauer 10.315 Tage bestanden und ist nunmehr ebenso lang Teil der deutsch-deutschen Geschichtsschreibung", stellte Thomas Schmidt fest. Der zum Mauerbau 19-jährige Elektroingenieur Fritz Hähle zeichnete seine Erlebnisse und Empfindungen für die Zeit vor, während und ebenso nach der Existenz des Eisernen Vorhangs nach. Der Austausch zwischen drei Generationen bot dem Zuhörer detaillierte Einblicke in die Gefühlswelten der Diskutanten sowie einige unterhaltsame Anekdoten.

"Gott sei Dank, war es vorbei"

Der Rochlitzer Stadtrat Rene Stahlschmidt verkörperte die junge Generation, welche ihre Kindheit und Jugend in den Zeiten des Aufbruchs verleben durften. Die Teilnehmer teilten die Auffassung Hähles, dass das hohe Gut der Freiheit stets mit ebenso hoher Verantwortung einhergeht. Inmitten der Wechselburger Klosteranlage stimmten alle Diskussionsteilnehmer in der Aussage "Gott sei Dank, war es vorbei" über das Ende des Symbols der deutschen Teilung überein. Gleichwohl wünschten sich die Anwesenden um Staatsminister Thomas Schmidt die Aufbruchstimmung sowie den Enthusiasmus der Wendejahre zurück.

Thomas Schmidt ist seit 1990 Mitglied der CDU und Vorsitzender des Ortsverbands in seiner Heimatgemeinde Taura. Seit 2014 vertritt er den Wahlkreis 22 Mittelsachsen im Sächsischen Landtag, dort gehörte er dem Ausschuss für Umwelt- und Landwirtschaft an. Am 13. November 2014 wurde er durch Ministerpräsident Stanislaw Tillich zum sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft ernannt.