Erlebnisreicher Urlaub endete in Warteschleife

Hoffnung Familie Zwinscher wartet auf Rückflug aus Neuseeland

Christchurch/Stein. 

Christchurch/Stein. Christine und Gerd Zwinscher sitzen wie weitere 10.000 Deutsche in Neuseeland fest. Eigentlich hatten sie für den 26. März ihren Rückflug von Christchurch nach Deutschland gebucht. Aber daraus wurde nichts, weil der Inselstaat alle Flüge in den Rest der Welt gestoppt hat. Daraufhin meldeten sich Tausende für das deutsche Rückführungsprogramm bei der deutschen Botschaft.

"Wir sitzen nun in einem kleinen Motel in der Nähe des Flughafens und warten auf eine Nachricht aus der Botschaft, dass wir zurückgeflogen werden", berichtet Christine Zwinscher über WhatsApp. Sie war mit ihrem Ehemann sowie ihren Cousin und Freundin aus Waldheim am 5. März nach Neuseeland geflogen. "Wir besuchten Julia, dessen Tochter. Sie ist seit Oktober 2019 als Work-and-Travel Teilnehmerin hier unterwegs und arbeitet zurzeit in einer Kiwi-Farm", erklärt Christine Zwinscher aus dem Königshain-Wiederauer Ortsteil Stein. Sie ist mit Geschäftsführerin in der Zwinscher & Ludwig Unternehmensgruppe mit rund 250 Mitarbeitern. Dazu gehören Pflegedienste, Seniorenheime, betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege sowie Kita und Schulhort. Mit einem gemieteten Wohnmobil bereisten die vier Urlauber die Nord- und Südinsel. Alles war wunderbar bis zum Zeitpunkt des Rückfluges.

35 Deutsche sind mit im Motel

Bis jetzt geht es den "Zwangsurlaubern" gut. "Wir kochen jeden Tag unsere Mahlzeiten, holen die Lebensmittel aus einem Geschäft in fünf Kilometer Entfernung. Dorthin laufen wir zweimal täglich, damit wir fit bleiben und etwas zu tun haben. Es herrschen Ausgangsbeschränkungen ähnlich wie in Deutschland", berichten sie. Das Warten und nichts tun können ist am Schlimmsten. Im Motel sind zirka 35 Deutsche untergebracht. Bei Zwinschers werden oft Karten gespielt. Die Preise für die Gewinner sind Kastanien. Mit großem Interesse wird die Entwicklung der Corona Pandemie verfolgt, ins besonders in Deutschland.

"Wir hoffen, dass uns unsere Regierung nicht vergisst. Wir wollen beim Kampf gegen die Auswirkung des Corona-Virus tatkräftig mithelfen. Wir arbeiten alle vier in systemrelevanten Berufen und sitzen hier nun tatenlos rum", sagt Christine Zwinscher. "Ich habe natürlich telefonischen Kontakt zu meinen Mitarbeitern in Deutschland, die mir versichern, dass alles gut läuft und es allen gut geht. Das macht mich stolz, dass ich mich auch in solch kritischen Lagen auf sie verlassen kann". Die beiden Waldheimer sind bei Kaufland beschäftigt und möchten bald ihre Arbeitskollegen unterstützen.

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