Falkenauer machen Druck mit offenem Brief

Bau Schutzmaßnahmen sollen endlich umgesetzt werden

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Foto: Gregor Bister/E+

Falkenau. Sachsens Ministerpräsident hat jüngst Post bekommen. Wie unter anderem auch die Landestalsperrenverwaltung, Landrat Matthias Damm und Flöhas Oberbürgermeister Volker Holuscha sowie alle Falkenauer Haushalte erhielt er ein vierseitiges Positionspapier des Ortschaftsrates Falkenau zum Hochwasserschutz im Flöhaer Ortsteil samt neun Seiten Anlagen.

Bisher erfolglos

"Wir kämpfen seit dem verheerenden Hochwasserereignis im August 2002 für unsere Bürgerinnen und Bürger um einen entsprechenden Hochwasserschutz. Bisher wurden unsere Initiativen leider ignoriert, verschoben beziehungsweise als nicht finanzierbar begründet und waren demzufolge erfolglos", so Ortsvorsteher Martin Müller.

Bis heute seien keine wirksamen Hochwasserschutzmaßnahmen in Falkenau durchgeführt worden. Der Ortschaftsrat sieht hier "eine klare Pflichtverletzung des Landes Sachsen als Eigentümer der Flusses Flöha", heißt es in dem Papier.

Was gefordert wird

So wird beispielsweise die Umsetzung der Teilmaßnahme 4 aus dem die Flüsse Flöha und Zschopau betreffenden Plan der Landestalsperrenverwaltung gefordert. Dieses Maßnahmenpaket wurde aufgrund des Kosten-Nutzen-Verhältnisses nicht realisiert. Auch zahlreiche Schutzmaßnahmen oberhalb der Ortslage bis Hetzdorf, im Unterdorf mit der Wehranlage und an der "Schwarzen Brücke" werden verlangt.

Die Ortschaftsräte pochen dabei auf den "Gleichbehandlungsgrundsatz" und verweisen auf die umfangreichen Mittel, die zum Hochwasserschutz in Flöha, aber auch in Erdmannsdorf und Braunsdorf eingesetzt wurden.

"Der Schutz von Leib und Leben, die Sorge für die körperliche Unversehrtheit das Anwohner sowie für das Wohl der Allgemeinheit der Bürgerschaft müssen oberster Handlungsgrundsatz aller Behörden des Freistaates Sachsen sein", heißt es in dem Positionspapier des Ortschaftsrates, der darauf aufmerksam macht, bei Erfordernis auch den Rechtsweg beschreiten zu wollen.