Flöhaer Mineralienbörse zieht um

Sammler Kreistag beschloss, keine kommerziellen Veranstaltungen mehr zu unterstützen

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Marion Hentsch (r.) und Daniela Güttler sorgen mit für einen reibungslosen Ablauf der Mineralienbörse in Flöha. Foto: Ulli Schubert

Flöha. Genau vor einer Woche fand zum letzten Mal eine Mineralienbörse im Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium in Flöha statt. Der Grund: Im Dezember hatte der Kreistag beschlossen, dass in Einrichtungen in Trägerschaft des Landkreises keine Veranstaltungen mit kommerziellem Interesse mehr stattfinden dürften. In diese Kategorie fällt auch die Mineralienbörse, wenngleich dort An- und Verkauf von Mineralien nicht im Vordergrund stehen.

Die 30. Auflage der traditionellen Veranstaltung wird es im kommenden Jahr dennoch geben, denn Flöhas Oberbürgermeister Volker Holuscha hat das Organisatorenteam bei der Suche nach einer neuen Ausstellungsmöglichkeit von Beginn an unterstützt. Das wird dann wohl das Foyer der Oberschule Flöha-Plaue werden.

Börse zog schon mehrmals um

Ortswechsel sind für die Mineralienschau an sich nichts Neues. Nach dem Start im einstigen Restaurant "Stadt Flöha" - junge Leute wissen nicht einmal, dass es so etwas gab - der Präsentation im Texturseidenwerk und dem Ratssaal Flöha sowie auf Schloss Augustusburg war mit dem Gymnasium seit 2004 aber Konstanz hinsichtlich der Veranstaltungsorte eingezogen.

Von der Fachgruppe Geologie beim Kulturbund der DDR ins Leben gerufen und dem Geologischen Freundeskreis weitergeführt sind es heute mit Tonik Güttler aus Eppendorf, dem Falkenauer Ralph Klein und Lutz Baldauf aus Flöha, der seit der ersten Schau dabei ist, nur mehr drei Akteure, die die Mineralienbörsen organisieren.

Mitarbeiterin ist schon lang dabei

Dass diese aber tatsächlich funktionieren, ist auch Frauen wie Marion Hentsch und Daniela Güttler zu danken. "Ich sitze seit 2006 bei den Börsen hinter dem kleinen Tisch, kassiere den Eintritt und beantworte Fragen der Besucher", erklärt Marion Hentsch, die durch den Geologischen Freundeskreis, der sich mittlerweile auch aufgelöst hat, zu dieser Aufgabe gekommen ist.