Frauenpower: Mehr Gerechtigkeit für Mädchen

Aktion Freiberger Schüler engagieren sich zum Weltmädchentag

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Pink gegen Ungerechtigkeit: Schülerinnen der Ohain-Schule lassen Luftballons zum Weltmädchentag steigen. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Da man sich hierzulande für fortschrittlich hält, mag man es eigentlich kaum glauben, dass in der modernen Welt noch immer eine immense Lücke klafft bei der Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, nicht nur bei Mann und Frau, auch bei Jungen und Mädchen.

Wer dabei zunächst an die sogenannte Dritte Welt denkt, liegt zwar grundsätzlich nicht falsch, aber ebenso gilt dies für den Westen, selbst für Deutschland, was gern vergessen wird. Die Schüler der 9b der Oberschule "Gottfried Pabst von Ohain" widmen sich jedes Jahr diesem Thema. Anlass dazu ist der Weltmädchentag.

"Dieser ist zwar immer schon am 11. Oktober", sagt die betreuende Lehrerin Susanne Peupelmann. "Doch sind da Herbstferien, weshalb wir den Termin in den November gelegt haben." Für die Projektschule der UNESCO ist es Ehrensache, sich zu engagieren.

"Weil ich ein Mädchen bin"

Nicht nur mit einer Aktion wie am vergangenen Samstag, als zunächst in der Turnhalle die Schüler einen Text vortrugen, in dem sie die Hilfsorganisation "Plan Internationale" vorstellten, auf welche der Weltmädchentag unter dem Motto "Because I am a Girl" zurückgeht.

Sie berichteten dabei von dem Gründer John Langdon Davies und seiner Motivation, vor 80 Jahren eine Organisation zur Unterstützung notleidender Kinder ins Leben zu rufen. Doch die Schüler belassen es nicht allein bei Worten. Die 9b hat die Patenschaft für ein mittlerweile zwölf Jahre altes Mädchen übernommen. Usharani Anil Kumar lebt in der Region um das indische Hyderabad.

Monatlich spenden die Ohain-Schüler 28 Euro - Geld, welches es möglich macht, dass Usharani eine Schule besuchen kann und somit bessere Chancen im Leben hat. Im Anschluss an den Vortrag ließen die Mädchen der Klasse 60 Luftballons in den Himmel steigen, an denen die Forderung nach mehr Gerechtigkeit befestigt war.



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