Freiberg ehrt soziales und kulturelles Engagement

Preis Bürgerpreisträger stehen fest

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Anfang September besuchte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (M.) die Silbermanngesellschaft. Deren Präsident Albrecht Koch demonstrierte dabei das Orgelmodell. Foto: Wieland Josch/Archiv

Freiberg. Die Entscheidung ist gefallen. Der Freiberger Stadtrat hat die Namen der Bürgerpreisträger 2017 bekannt gegeben. Wie stets geht der Preis, eine der höchsten Würdigungen der Stadt, einmal an eine Einzelperson und einmal an einen Verein.

Professor Karl-Hermann Kandler bekommt ihn für sein Engagement in der Selbsthilfegruppe der Kehlkopfoperierten, deren Leitung er seit 25 Jahren inne hat. Aber auch sein Wirken im Freiberger Behindertenbeirat, dem er seit 2004 aktiv angehört, soll damit Würdigung erfahren. "Trotz seiner eigenen Schwerbehinderung hat er sozial benachteiligten Menschen eine Stimme gegeben", heißt es in der Begründung. Über viele Jahre hat er sich zudem politisch im Stadt- und Kreisrat eingebracht. Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch seine historische Forschungstätigkeit, durch welche etwa der bedeutende Gelehrte Dietrich von Freiberg, ein Mönch, der im 13. und 14. Jahrhundert wirkte, zurück ins Bewusstsein der Stadt geholt wurde.

Der zweite Preisträger ist die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft, welche seit Jahrzehnten das kulturelle Leben Freibergs maßgeblich prägt und voranbringt. "Mit ihren Veranstaltungen und Angeboten vermittelt die Silbermanngesellschaft Musik- und Geschichtswissen sowohl der Stadt wie auch der Region", wird festgestellt. Dabei richtet sie sich gleichermaßen an Kinder wie an Erwachsene. Die Verleihung der Bürgerpreise erfolgt zum Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters am 12. Januar 2018.