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Freiberg: Mann bedroht drei Bank-Mitarbeiter mit Pistole

Polizei Forderungen machte der Mann nicht laut, sodass die Mitarbeiter auf ihn einredeten, die Waffe wegzustecken.

Freiberg. 

Freiberg. Freitagmittag gegen 11.30 Uhr betrat ein Mann eine Bank-Filiale in der Karl-Kegel-Straße und sprach an einem Service-Schalter bei einem Mitarbeiter vor. Da der Bank-Mitarbeiter kein konkretes Anliegen verstehen konnte, verließ der vermeintliche Kunde die Filiale wieder. Einige Minuten später kehrte er jedoch zurück, holte eine Pistole aus einer Tasche und bedrohte damit mindestens drei Mitarbeiter der Bank-Filiale. Forderungen machte der Mann nicht laut, sodass die Mitarbeiter auf ihn einredeten, die Waffe wegzustecken. Der Täter kam dem nach, verließ wiederum das Gebäude und flüchtete anschließend in zunächst unbekannte Richtung. Verletzt wurde niemand.

Alarmierte Polizisten nahmen wenig später am Tatort die Ermittlungen auf. Zugleich suchten weitere Einsatzkräfte im Rahmen der Tatortbereichsfahndung nach dem beschriebenen Mann. Gegen 14.55 Uhr konnten Polizisten den Tatverdächtigen (35) im Bereich einer Bahnunterführung nahe der Olbernhauer Straße stellen und vorläufig festnehmen. Die Pistole, bei welcher es sich um eine Spielzeugwaffe handelte, hatte er noch bei sich gehabt. Die Plastik-Pistole wurde sichergestellt.

Ermittlungsverfahren wegen räuberischer Erpressung droht

Gegen den deutschen Staatsangehörigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter räuberischer Erpressung eingeleitet. Auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde der 35-Jährige am Samstag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Chemnitz vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen ihn. Der Tatverdächtige befindet sich nunmehr in einer Justizvollzugsanstalt.