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Freiberg: Unterstützung für Anliegen der Händler

Protest Politiker und Wirtschaftsvertreter beim Händlerprotest in Freiberg

Freiberg. 

Freiberg. Seit dem 11. Januar machen die Freiberger Innenstadthändler Montag für Montag auf ihre existenzbedrohende Situation aufmerksam. Die Corona-Schutzverordnung des Freistaates untersagt es ihnen seit Mitte Dezember, ihre Geschäfte zu öffnen. Wie schon das Oster- so brach ihnen damit auch das Weihnachtsgeschäft 2020 weg. Notwendige Einnahmen fielen somit aus, laufende Kosten jedoch blieben. Von der Landes- und Bundespolitik wurde immer wieder Hilfe versprochen, geschehen ist seither aber wenig. Im Gegenteil nahm sogar noch die Verunsicherung zu, denn noch immer ist nicht klar, auf welchem Wege und vor allem wann finanzielle Unterstützung beantragt werden kann. Darauf wurde bereits am 25. Januar hingewiesen, als die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) nach Freiberg gekommen war, um mit den Händlern zu sprechen. Am Montag dieser Woche nun, als die Gewerbetreibenden zum inzwischen vierten Mal vor ihre Ladenlokale traten, um zu protestieren, kamen mit Henning Homann, Landtagsabgeordneter und Generalsekretär der sächsischen SPD, sowie Joachim Otto, Präsident des Handelsverbandes Deutschland, und René Glaser von der HDE-Geschäftsführung wiederum wesentliche Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Sie trafen auf verzweifelte Unternehmer, die es mittlerweile leid sind, immer nur vertröstet zu werden. So unterrichtete sie die Steuerberaterin Anita Beger vom Steuerbüro Biallas & Partner über die Ernsthaftigkeit der Situation beispielsweise für Geschäfte wie Intersport Noack am Obermarkt. Anke Krause, Inhaberin von Schreibwaren Steyer und Vorsitzende des Gewerbevereins Freiberg, wiederholte ihre Befürchtungen, dass es nicht mehr lange gut gehen könne, geschehe nicht bald etwas, das den Händlern wieder Luft verschaffe. Man brauche eine schnelle Hilfe ebenso wie eine schnelle Öffnung. Henning Homann betonte, dass man im Freistaat bereit sei, die Hilfsgelder zu verteilen, doch sei das Bundeswirtschaftsministerium nun am Zuge.