Freiberger Einsatzkräfte meistern Notfall-Übung

Einsatz Simulierte Notfälle als Übung für Kreiskrankenhaus

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In der Ruhe liegt die Kraft: Bani Yaseen, Arzt der chirurgischen Abteilung, untersucht eine Übungs-Patientin. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Die Detonation ist weithin zu vernehmen. Nach einem kurzen Moment schrecklicher Stille setzt Panik ein. Schreie zerreißen die Luft, Verletzte sind überall zu sehen, schnelle Hilfe ist vonnöten. Glücklicherweise hat sich dieses Szenario am vergangenen Samstag so nicht wirklich in Mittweida abgespielt.

Doch die Möglichkeit, dass sich in einer belebten Innenstadt eine verheerende Gasexplosion ereignet, ist trotzdem gegeben, weshalb man vor allem bei den Rettungskräften auf solch einen Ernstfall vorbereitet sein muss.

Einsatzkräfte stellen Beobachter zufrieden

Deshalb veranstaltete der Landkreis eine Übung unter möglichst realen Bedingungen. Dafür waren extra zahlreiche Darsteller mit von der Partie, welche die 110 Verletzten, unter ihnen 34 Schwerverletzte, mimen mussten. Integriert in den Ablauf war auch das Kreiskrankenhaus Freiberg.

"Kurz nach 9 Uhr wurden die ersten Rettungswagen alarmiert", erzählt Kyreen Haupt vom Kreiskrankenhaus. "Etwa 19 Verletzte werden hier von uns versorgt." Der erste war gleich ein schwerer Fall. Gegen 10.20 Uhr traf er ein. Er hatte ein Polytrauma, also gleich mehrere Verletzungen, kam zunächst in einen Schockraum und von dort in den Operationssaal. "Der zweite Patient hatte ein Wirbelsäulentrauma mit neurologischen Ausfällen", so Haupt.

Die 25 Einsatzkräfte in der Notfallaufnahme gehen mit Ruhe und Konzentration an die Arbeit. Die Beobachter des Landratsamtes, die alles protokollieren, zeigen sich sehr zufrieden. Sehr gut läuft auch die Arbeit mit einem neuen Computerprogramm. Ivena i-health wurde erstmals getestet und erleichtert erheblich die Übersicht über alle Bewegungen der Rettungsfahrzeuge. Sachsen erwägt eine Anschaffung und dürfte mit den Ergebnissen der Übung eine kräftige Entscheidungshilfe bekommen haben.