Freiberger Stadtarchiv feiert Richtfest

Projekt Fertigstellung für Ende 2021 geplant

Freiberg. 

Freiberg. Als der Stadtrat von Freiberg vor fünf Jahren den Beschluss fasste, das Haus, in dem einst der Oberberghauptmann August von Herder bis zu seinem Tod 1838 wohnte, zu erwerben, um daraus das neue Stadtarchiv zu machen, da habe man noch nicht geahnt, dass dieses Projekt einmal mehr als 20 Millionen Euro kosten würde. So sagte es Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger am Montag dieser Woche während des festlich begangenen Richtfestes. "Zwölf Millionen dafür kommen aus Fördermitteln des sächsischen Innenministeriums, die restlichen neun bringt die Stadt auf", so Krüger. "Das ist ein starkes Signal."

Ein paar Überraschungen

Nach der Fertigstellung Ende 2021 sollen 2022 alle fünf Standorte des Stadtarchivs hier zusammengeführt werden. Hinzu kommen noch Teile des Depots des Stadt- und Bergbaumuseums. Im Hof des Gebäudes entstehen bereits die ersten entsprechenden Neubauten, die über einer neu geschaffenen Tiefgarage emporwachsen. Das Richtfest ist ein wesentlicher Zwischenschritt. Christoph Frenzel, verantwortlicher Architekt vom Baubüro Freiberg, sagte, dass allein 2.100 Kubikmeter Beton verbaut wurden, um das zunächst entkernte Innere des historischen Gebäudes neu auszustatten, wozu vor allem die Ertüchtigung der Decken gehörte, die später schwere Aktenlasten tragen müssen. Historische Gewölbeteile blieben ebenso erhalten wie der Wendelstein. "Als das Haus einst gebaut wurde waren es zunächst nur zwei Geschosse", so Frenzel. "Später kam ein drittes dazu, nun werden es am Ende fünf sein." Zu Beginn der Bauarbeiten habe es noch ein paar Überraschungen gegeben, etwa hervorgerufen durch den Altbergbau in der Tiefe, doch verzögerten diese den Fortgang nur unwesentlich. Im Stadtarchiv im Rathaus laufen derzeit schon die ersten Planungen für den bevorstehenden Umzug.