Freiwillige helfen im Bergbau

Projekt Junge Leute aus aller Welt arbeiten an Projekt in Halsbrücke mit

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Andrea Bulsci, Katerina Kuklova und Jean-Francois Pfister (v.l.) arbeiten am Schachthaus VII. Lichtloch in Halsbrücke mit. Foto: Wieland Josch

Halsbrücke. Männer mit breitkrempigen Hüten sind dem Schachthaus am VII. Lichtloch in Halsbrücke aufs Dach gestiegen. Die Zimmerleute bereiten alles vor für den neuen Dachstuhl des Gebäudes vor. Prinzipiell eine gute Nachricht, aber die Pläne einer Gruppe junger Leute, die aus der ganzen Welt in die Freiberger Bergbauregion gekommen sind, werden dadurch ein wenig verändert.

Freiwillige kommen aus aller Welt

Im Rahmen des freiwilligen Workcamps "European Heritage Volunteers" arbeiten 13 Jugendliche - unter anderem aus Tschechien, Portugal, Frankreich, Italien Syrien, Kanada, Taiwan und Russland - an Projekten im Bergbau mit. Aufgeteilt in zwei Gruppen sind die einen im Forschungsbergwerk "Reiche Zeche" in Freiberg damit beschäftigt, eine Wassersäulenmaschine denkmalpflegerisch in Form zu bringen.

Erstmals wird damit innerhalb der Projektreihe auch untertägig gearbeitet. Die anderen hatten sich eigentlich vorgenommen, die Mauern des Schachthauses am VII. Lichtloch Halsbrücke auszubessern. Die Gerüste der Zimmerleute verhindern dies jedoch. "Deshalb haben wir schnell umgeplant und arbeiten jetzt an der Verlegung von Bodenplatten im Erdgeschoss des Hauses", erläutert Bert Ludwig, Geschäftsführer von European Heritage Volunteers.

Nicht jeder ist schon Profi

Nicht alle Teilnehmer am Workcamp sind Fachleute auf dem jeweiligen Gebiet. "Wir teilen das gerne so auf, dass zwei Drittel Vorkenntnisse haben, ein Drittel nicht", sagt Ludwig. Unter den jungen Menschen sind angehende Architekten, Bauingenieure, sogar Archäologen.

Zu ihnen gesellen sich entsprechende Laien, die von den Fähigkeiten der anderen profitieren, mit ihrer Sicht auf die Dinge und ihren Kenntnissen aber ebenfalls bereichernd für die Gruppe sind. Insgesamt zwei Wochen legen die Jugendlichen mit Hand an. Am 18. August endet das Projekt in der Freiberger Region.