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Sachsen

Gemütliche Angebote im Winter

Winter Der beliebte Winterort Waldhotel Kreuztanne während Corona

Sayda. 

Sayda. Fröhlich flackert das Feuerchen im Steinofen auf dem Hof des Altsächsischen Gasthofs "Kleines Vorwerk" in Sayda. Service-Mitarbeiterin Antje Wiedner hält es an jedem Samstag und Sonntag jeweils in der Zeit von 12 bis 15 Uhr am Brennen. In einem gemütlichen Unterstand werden dann Slow-Food-Leckereien wie Bratwurst aus eigener Produktion oder Wildgulasch aus den heimischen Wäldern zum Mitnehmen angeboten.

Unternehmnungen in der Pandemie

Es kämen regelmäßig Besucher auf das herrlich gelegene Gelände mitten im Wald, sagt Wiedner. Ob mit oder ohne Schnee biete das kleine Vorwerk wunderschöne Wanderwege und Begegnungen mit Tieren. Und wer zwischendurch Hunger bekommt, der kann sich nun etwas für denMagen besorgen. Mit solchen Ideen stemmen sich lokale Unternehmen gegen die Untätigkeit in der Pandemie.

Der Ausnahmezustand hat seine Folgen

Schaut Hoteldirektor Olaf Thomann aus den Fenstern des Waldhotels Kreuztanne im Saydaer Stadtteil Friedebach, dann kann er seinen Ärger nicht ganz verbergen. Der Wald ist ein verwunschener Winterort geworden und unter normalen Umständen wären jetzt Skitouristen ohne Zahl zu Gast. Doch aufgrund der Pandemie-Maßnahmen mit ihren Schließungen von Skipisten und Hotels herrscht Leere in den 51 Zimmern.

 

Die Hände in den Schoß legen und darauf warten, dass bessere Zeiten nahen, das kommt weder für Thomann noch für sein 33-köpfiges Team in Frage. "Im März hätten wir wie jedes Jahr für drei Wochen geschlossen, um Arbeiten im Haus durchzuführen", sagt Thomann. "Das alles haben wir vorgezogen." Überall rumpelt und rumort es im Haus, denn es sind umfangreiche Renovierungsarbeiten im Gange.

Neue Renovierungsarbeiten in der Krise

Die Zeit der erzwungenen Schließung wird ausgiebig genutzt. In der Lobby ist alles an Mobiliar abgebaut und verschwunden, denn der Empfangsbereich wird neu und modern gestaltet. Ganz so, wie es schon mit einer Vielzahl an Zimmern des Hotels geschehen ist, die auf den modernsten Stand gebracht wurden, dabei gemütlich und regionalbezogen geblieben sind. Sie bieten allen Komfort und sind die gelungene Unterkunft für erlebnisreiche Tage in der erzgebirgischen Natur.

 

Nachdem schon 16 solche Zimmer in den letzten Jahren auf Vordermann gebracht worden waren, folgen nun weitere 21. Bis Ostern soll zudem das Restaurant renoviert werden. Neben regionalen Firmen sind dabei auch die Mitarbeiter des Hotels in die Arbeiten involviert. "Niemandem wurde gekündigt", sagt Thomann. "Auch die Gehälter haben wir im November und Dezember gezahlt." Die Ausbildung der vier Azubis gehe ebenfalls weiter. Der Teamgeist funktioniere sehr gut, denn alle würden an einem Strang ziehen.