Händler und Besucher zufrieden

markt Viele Besucher genossen die weihnachtliche Atmosphäre auf dem Schloss

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Simone und Thomas Perthel spinnen und stricken. Foto: Andrea Funke

Rochsburg. Der Parkplatz in Nähe des Schlosses war schon zeitig an beiden Tagen am Wochenende voll ausgelastet, so dass einige Fahrer am Wegesrand oder Nebenstraßen ihren fahrbaren Untersatz abstellen mussten. Der Rundgang über den Adventsmarkt auf Schloss Rochsburg gehört jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit mit dazu bei Familie Erler aus Arnsdorf. "Eigentlich müsste der Markt etwas eher sein, damit man noch mehr Geschenke einkaufen kann. Ich habe lieber schon immer etwas früher alle Präsente beisammen, so auf den letzten Drücker ist nichts für mich", erklärt Gerdi Erler, die dann eben Honig und ein Fläschchen Kräuteröl für sich selbst gekauft hat. Eine der 26 Händler und Aussteller ist Familie Perthel aus dem Chemnitzer Ortsteil Einsiedel.

Simone Perthel hat einen dicken Mantel an und klappert mit den Stricknadeln. Sie verarbeitet die frisch gesponnene Wolle der Alpakas die Ehemann Thomas gerade in Arbeit hat. "Wir kommen gern hierher. Uns gefällt die Atmosphäre und die Besucher. Die Leute vom Schloss sind sehr zuvorkommend, man wird gut betreut. Es ist eine runde Sache", schwärmt Thomas Perthel, der den Alpakahof in Einsiedel seit sieben Jahren im Nebenerwerb betreibt und sonst als Außendienstmitarbeiter unterwegs ist. Auch auf anderen Märkten sind die Perthels unterwegs und bieten ihre Alpakaprodukte an: Wolle, Steppdecken mit Alpakavlies und viele handgestrickte Sachen wie Mützen, Schals und Handschuhe aus ganz zarter Alpakababywolle. Wer Lust hat und sich gern mal auf den Hof umschauen will und die zahmen Alpakas streicheln möchte, sollte sich telefonisch anmelden. Eine Etage höher im Festssal präsentiert Barbara Spindler vom Intarsienverein Seelitz die Kunstwerke, die in mühevoller Handarbeit entstehen. Der Adventsamrkt auf der Rochsburg ist ein fester Termin bei den Vereinsmitgliedern. Jedes Mal lassen sie sich auch bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. "Das interessiert die Besucher, einige haben auch noch nie gesehen wie die Einlegearbeiten aus den dünnen Holztäfelchen gemacht werden. Gern werden Karten bei uns erworben", erklärt die Vereinschefin. Familie Scheffler ist aus Waldheim angereist und ist begeistert vom historischen Ambiente. "Etwas nachteilig ist, dass wir den Kinderwagen nicht mitnehmen konnten und nun unseren Junior von acht Monaten tragen müssen", stellt die Mutter fest, die aber im nächsten Jahr wieder kommen will.