Hier wird eine Glocke gegossen

Glockenguss Geläut der Biebersteiner Kirche wird erst zu Pfingsten wieder erklingen

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Foto: Wieland Josch

Freiberg. In dem Moment, als die Mitarbeiter des Sächsischen Metallwerks Freiberg die Temperatur der Zinnbronze im Kessel kontrollieren (Foto), ist noch alles in Ordnung. Nur wenige Grad kühler, dann wurde mit dem Guss der großen Glocke für die Biebersteiner Kirche begonnen, nachdem vor drei Wochen die kleine Schwester geschaffen wurde. Dass es so weit kommen konnte, ist dem Hilliger-Verein zu verdanken, der sich dem Erbe jener berühmten Glockengießer-Familie widmet.

Dass Rückschläge auch immer wieder zu einer solch anspruchsvollen Kunst wie der des Glockengusses gehören, haben sicher alle Generationen der Hilligers einmal erfahren müssen. Die große Bieberstein-Glocke zumindest konnte am vergangenen Freitag nicht in die Form gebracht werden. Ein Überdruck ließ sie platzen. Nun wird Anfang März ein zweiter Anlauf genommen, damit zu Pfingsten das Biebersteiner Geläut wieder erklingt.