In Großwaltersdorf dreht sich wieder alles um das Rad

Sportevent Hauptrennen mit internationaler Beteiligung

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Die Pedaleure der Männer-Elite drehen in Großwaltersdorf am Renntag ab 11 Uhr ihre Runden.Foto: Knut Berger  Foto: Knut Berger

Großwaltersdorf. Am 27. Mai dreht sich in Großwaltersdorf wieder einmal alles um den Radsport. Dann pilgern die Aktiven in den Eppendorfer Ortsteil, um bei der 46. Auflage des Radrennens "Rund um Großwaltersdorf" in den einzelnen Altersklassen um den Sieg zu kämpfen.

Bereits eifrig trainiert

Die Strecke mit Start und Ziel am Hotel Trakehnerhof führt wie gewohnt über die Mittelsaidaer Straße, die Straße Am Gewerbepark und die Gränitzer Straße wieder zurück auf die Mittelsaidaer Straße. Die 3 Kilometer lange Schleife ist für die Dauer der Wettkämpfe, die 9.30 Uhr mit dem Nachwuchsrennen der Altersklasse U17 beginnen, voll gesperrt. Beim Radrennen der Eliteklasse der Männer wird es international zugehen, denn unter anderem hat sich das Team von Sparta Prag angemeldet. Das P & S-Team Thüringen, dessen Hauptsponsor ein Unternehmen aus Oederan ist, ist ebenfalls mit einer Mannschaft in Großwaltersdorf dabei. Natürlich darf auch der Vorjahressieger Patrick Reißig vom Hainichener Radteam Berthold nicht fehlen. "Patrick ist derzeit gut in Form und kann in Großwaltersdorf durchaus vorn mitmischen", ist sein Teamchef Achim Berthold zuversichtlich.

Besonders im Fokus dürfte aber auch das sogenannte Einheimischen-Rennen stehen, an dem nur Personen teilnehmen dürfen, die im Postleitzahlenbereich 09575 gemeldet sind. Es ist ein offenes Geheimnis , dass der eine oder andere Einwohner schon seit Wochen eifrig trainiert, um bei diesem Spektakel im Sattel eine gute Figur abgeben zu können. Während dieses Wettkampfes dürfte es wie im Vorjahr auch wieder zum Duell zwischen Eppendorfs Bürgermeister Röhrling sowie dem Großwaltersdorfer Ortsvorsteher Andreas Strelow kommen.

"Natürlich will ich den Bürgermeister sportlich schlagen", kündigt Strelow schmunzelnd an. Er würde sich darüber freuen, wenn sich noch mehr Frauen für dieses Rennen melden würden. "Es spielt dabei keine Rolle, welches Fahrrad oder welche sportliche Verfassung die Einzelne hat. Entscheidend ist die Teilnahme", sagt der Ortsvorsteher. 15.30 Uhr starten auf der Zielgeraden die Kinderrennen auf Rollern, Dreirädern und kleinen Fahrrädern.

Ehrengast wird begrüßt

Zur 46. Auflage des Großwaltersdorfer Radrennens können die Organisatoren auch einen Ehrengast begrüßen, dem die Straßen im Eppendorfer Ortsteil nicht unbekannt sind. Olaf Ludwig gewann zweimal die Friedensfahrt, wurde 1988 Olympiasieger und ging im gleichen Jahr beim Rundstreckenrennen in Großwaltersdorf an den Start. Dort musste sich der Geraer jedoch nach 130 Kilometern mit dem 2. Platz begnügen. Ganz oben auf dem Podest stand Tilo Fuhrmann aus Weimar, Dritter wurde die Chemnitzer Radsportikone Wolfgang Lötzsch.

30 Jahre nach diesem Wettkampf ist es nun der Eppendorfer Sprecherlegende Reiner Rechenberger gelungen, Ludwig erneut nach Großwaltersdorf zu lotsen. "Wir standen schon länger in Kontakt, jetzt hat es endlich geklappt", freut sich Rechenberger. "Nun können am 27. Mai alle Fans mit einem Mann ins Gespräch kommen, die zweifellos Radsportgeschichte geschrieben hat. Und Autogramme wird er auch geben", sagt Rechenberger.

In der Historie des Großwaltersdorfer Rennens ist aber nicht nur der Name von Ludwig zu finden. Auch Erik Zabel, Hans-Joachim Hartnick, Mario Kummer, Robert Förster oder Timo Scholz waren einst dabei.