Kirchturm von Großschirma ist "Ansichtssache"

Aktion Junge Gemeinde hat Unterstützung mobilisiert

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Der Kirchturm ist vom Schmutz befreit. Foto: Wieland Josch

Großschirma. Wer das letzte Mal Anfang des Jahres durch Großschirma kam und es nun wieder besucht, dem dürfte eines sofort positiv ins Auge fallen: Der Kirchturm. Dieser war nämlich noch bis vor kurzem nicht gerade das optische Aushängeschild der Gemeinde. Grünlich-grau präsentierte er sich weithin sichtbar. Udo Lange, Leiter der Jungen Gemeinde Großschirma, erklärte, wie es dazu kommen konnte. "Der Turm wurde seinerzeit kegelig gebaut, jede Front neigt sich also nach hinten", sagt er. "Das bedeutet, dass Regen oder Schnee, die ihn treffen, an ihm schräg und langsam herabfließen." Das Ergebnis war die an Patina erinnernde Färbung.

Doch wenn in diesem Jahr sich an den Weihnachtstagen die Kirche füllt, dann können die Besucher den Turm in strahlendem Weiß erleben. Eine Initiative sorgte mit dafür, dass er frisch gestrichen wurde. 36 Meter hoch und etwa zehn Meter breit ist der Turm. Die dafür benötigte Farbe ist nicht wenig und kostet entsprechend. 24.000 Euro, um genau zu sein. Einen Teil davon brachte die Gemeinde selbst auf, der Rest musste über Spenden finanziert werden. Um diese einzuwerben, kam die Junge Gemeinde auf die Idee, in großen Buchstaben auf den schmutzigen Turm das Wort "Ansichtssache" pinseln zu lassen.

Im März konnte dieses Projekt verwirklicht werden. Die dazu notwendigen Schablonen hatten die Mädchen und Jungen zuvor angefertigt. Malermeister Joachim Pilz sorgte dafür, dass das Wort weithin lesbar war. Die damit erzeugte Aufmerksamkeit brachte, wie nun jeder sehen kann, den gewünschten Erfolg. Ewig wird der Turm nicht so sauber bleiben, denn das Wetter macht keinen Bogen um ihn. Aber jetzt ist er zumindest für einige Zeit wieder richtig ansehnlich.