Landesgartenschau wird Frankenberg verändern

Vorhaben Ein modernes Museum und eine attraktive Brückengestaltung

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Die Wettbewerbsbeiträge zum Erlebnismuseum können noch bis zum 17. Februar im Ratskeller begutachtet werden. Foto: Ulli Schubert

Frankenberg. Auf dem ehemaligen Lisemagelände wurden die ersten Bäume gerodet. Unspektakulär. Spektakulär aber dürfte werden, was hier in Vorbereitung auf die Sächsische Landesgartenschau 2019 in Frankenberg entstehen soll: Das Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte die "Zeit-Werk-Stadt".

Die Ergebnisse eines europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs liegen inzwischen vor. In ihrer Bewertung lobt die Fachjury den mit einem Preisgeld von 20.000 Euro dotierten Siegerentwurf des Berliner Architektenbüros Scheidt Kasprusch dafür, dass sich unter anderem aufgrund des Einsatzes von Profilglas und einer dahinter gesetzten Beleuchtung Möglichkeiten der Belebung des Zschopauareals ergeben und sich so eine fließende Verbindung zwischen Gebäude und Park ergibt.

Die Bau- und Nebenkosten für die Zeit-Werk-Stadt belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro. Bis zum 17. Februar sind alle 15 eingereichten Wettbewerbsbeiträge aus dem Realisierungswettbewerb im Ratskeller ausgestellt. Sie können dienstags von 13 bis 16 Uhr, donnerstags von 10 bis 14 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr in Augenschein genommen werden.

Die Landesgartenschau sei die Chance für Frankenberg und werde die Stadt nachhaltig positiv verändern, so Bürgermeister Thomas Firmenich zum Neujahrsempfang. "Sie ist der Motor für eine andauernde Entwicklung und wird über 2019 hinaus strahlen. Frankenberg wird Impulse für die Infrastruktur und Lebensqualität erhalten und weit über Sachsen hinaus bekannt werden."

Dazu dürfte auch ein weiteres Projekt beitragen, das noch in der Planungsphase ist. Die beiden Landschaftsparks der Gartenschau sollen durch eine Geh- und Radwegbrücke verbunden werden, die sich von der Zschopauinsel über Fluss und Bundesstraße zum Dammplatz in der Innenstadt schwingt. Aufgrund dieser Form hat sie den Namen "Schlange" erhalten. Die Brücke kostet nach derzeitigem Planungsstand 3,7 Millionen Euro.