Liberale unternehmen Vorstoß

Umzugspauschale Stadt untersucht "Finanzhilfe" für Studenten

Die FDP-Stadtratsfraktion in Glauchau greift ein Modell auf, welches in anderen Kommunen bereits praktiziert wird: Sie schlägt die Zahlung einer Umzugskostenbeihilfe an Studenten der Staatlichen Studienakademie in Glauchau vor. Aus Sicht von FDP-Fraktionschef Nico Tippelt bietet sich eine "Finanzspritze" von 150 Euro pro Student an, der seinen Hauptwohnsitz nach Glauchau verlegt. Tippelt sieht die Chance, dass die Stadt an der Mulde bei einem Zuzug von Studenten in den Genuss von höheren Schlüsselzuweisungen kommt. In der Bildungseinrichtung an der Kopernikusstraße lernen rund 1.100 Studenten. Der Großteil kommt aus Sachsen und Thüringen - viele junge Leute pendeln täglich nach Glauchau. "Glauchau als Bildungsstandort sollte die Studenten mit der Bereitstellung einer einmaligen Umzugsbeihilfe entsprechend honorieren", fordert Tippelt. Aus seiner Sicht ist das Angebot trotz der dualen Ausbildung, bei der sich Theorie in der Berufsakademie und Praxis in den Unternehmen abwechseln, attraktiv. Tippelt: "Wir wollen wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig dynamisch wachsen. Damit können Berufsakademiestudenten auch in Unternehmen in Glauchau oder im Umland ihren Praxisteil absolvieren." Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung prüfen den Vorschlag. Sie warnen in einer ersten Stellungnahme vor dem Verwaltungsaufwand des Projektes. Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) hat zur Stadtratssitzung in der vergangenen Woche angekündigt, dass er die genauen Ausgaben ermitteln lassen will.