Mehr Sicherheit für Amphibien

Natur Umweltschützer fordern Rücksichtnahme von Autofahrern und keine Müllablagerungen

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Karin Seidel beim Aufbau des Krötenzauns. Foto: Andrea Funke

Mutzscheroda. Die Temperaturen steigen, die Natur erwacht, überall sprießt und wächst es. Das lockt natürlich auch die Tierwelt hervor, insbesondere die Amphibien sitzen quasi in den Startlöchern. Deshalb sind die Mitarbeiter der Naturschutzstation Weiditz vor kurzem ausgeschwärmt und haben begonnen Amphibienschutzanlagen oder wie der Volksmund sagt Krötenzäune aufzubauen. "Wir betreuen den 560 Meter langen Abschnitt von Wechselburg Richtung Mutzscheroda sowie 85 Meter in Oberelsdorf und weitere 235 Meter in Niederelsdorf", berichtet Stationschefin Angela Schubert, die auch früh ab 7 Uhr auf Tour geht um die circa 80 Fangeimer an der Wechselburger Straße täglich zu kontrollieren.

Naturschützer haben mehrere Anliegen

Die gefangenen Tiere, dort handelt es sich um Erdkröten, Molche, Spring- und Grasfrösche, werden aufgelistet um eine Übersicht über die Entwicklung zu erhalten. Daraus ergibt sich, dass die Artenvielfalt sowie Anzahl in den letzten Jahren stetig rückläufig ist. "In Elsdorf haben wir sogar Knoblauchkröten registrieren können", freut sich Angela Schubert. Worüber sie sich weniger freut, ist das teilweise rücksichtslose Fahren einiger Auto- bzw. Lkw-Fahrer. Sie trägt in den Morgenstunden eine leuchtende Warnweste, wenn sie den Zaun abläuft und die eingesammelten Tiere über die Straße bringt, damit sie ihr Laichgewässer erreichen können. Aber es ist ziemlich eng da es keinen Fußweg gibt an der Straße. "Mit ungeminderter Geschwindigkeit donnern viele Fahrzeuge an mir dicht vorbei", berichtet sie.

Ebenfalls ärgert es die Naturschützer, dass der Parkplatz an der Straße immer wieder zur Müllablagerung genutzt wird. "Jedes Jahr stellen wir das fest. Diesmal liegt unter anderem eine Mikrowelle im Graben und etliche Plastebeutel mit Katzenstreu und ein Stück weiter auch Babywindeln in großen Mengen", schüttelt Katrin Seidel den Kopf, die ebenfalls die Zäune mit aufbaut. Der Aufbau der Zäune erfolgt diesmal eher wie sonst. Am spätestens war es 2013 am 9. April.