Mehrwöchige Praktika im europäischen Ausland

Vorbereitungen Azubis lernen die Fremde kennen - Neuland für alle Beteiligten

Freiberg. 

Freiberg. Auf mannigfaltige Weise wird derzeit im Beruflichen Schulzentrum für Technik und Wirtschaft "Julius Weisbach" in Freiberg Neuland betreten. Und das hängt mitdem "Erasmus+-Förderprogramm" der Europäischen Union zusammen. Über dieses wird es Lehrkräften und Auszubildenden schon seit längerem ermöglicht, mehrwöchige Praktika an Lehreinrichtungen oder in Firmen im europäischen Ausland zu machen. "In der Vergangenheit haben Lehrlinge aus unserem BSZ schon daran teilgenommen, doch waren da jeweils die ausbildenden Betriebe die Initiatoren", erklärt Claudia Kaltofen, Fachlehrerin für Wirtschaft und Verwaltung. Nun beteiligt sich das Freiberger Berufsschulzentrum erstmals selbst daran und ist somit eines von sieben seiner Art in Mittelsachsen. Insgesamt zwölf Auszubildende zu Immobilienkaufleuten werden Anfang des kommenden Jahres drei Wochen lang entweder nach Malta, Kreta, Mallorca oder Irland reisen. Dass es sich dabei ausnahmslos um Inseln handelt, dürfte ein Zufall sein. Hinzu kommt mit Heike Krause eine Lehrerin, die eine Woche in Irland sein wird. In dieser Woche fand das erste Informationstreffen dazu statt, welches Carola Dierich von der gemeinnützigen Bildungsgesellschaft "wisamar" abhielt, bei der die Organisationsfäden zusammenlaufen. Den Azubis entstehen für Reise, Praktikum und Unterkunft nach Möglichkeit keine Kosten. "Wir haben 56 Lehrlinge für das Immobilienfach", so Kaltofen. "Über 50 wollten fahren, aber wir mussten gemeinsam mit den Lehrern eine Auswahl treffen."