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Westsachsen

Ministerpräsident war in Frauenstein

Gespräch Landesvater auf Touren

Frauenstein. 

Frauenstein. Zunächst musste sich Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, bei den zahlreichen Gästen in der Aula der Grundschule Frauenstein entschuldigen. Er war am vergangenen Mittwoch von Sayda aus mit dem Fahrrad durch die Region gefahren und hatte bei den Schönheiten der Landschaft die Zeit aus den Augen verloren.

So stand am Ende die Frage, ob die Veranstaltung in Frauenstein noch weiter verschoben werden sollte, oder ob er in knapper Hose und T-Shirt auftauchen könne. Er entschied sich für Letzteres, was ihm keiner übel nahm, obwohl er feststellte: "Alle hier im Saal dürften wohl besser gekleidet sein als ich." Kretschmers Bürgernähe wirkt dabei nicht aufgesetzt.

Problemkind: Fusion

Gekommen war er auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Steve Johannes Ittershagen, und der Ort war nicht von ungefähr gewählt worden. Denn den Frauensteinern drückt, wie vielen anderen Kommunen, zwar auch der finanzielle Schuh, doch gibt es hier seit Jahren ein Problem, welches Bürgermeister Reiner Hentschel sehr umtreibt, und nicht nur ihn.

Gemeint ist die angestrebte Fusion mit der Nachbargemeinde Hartmannsdorf, welche nicht genehmigt wurde. Der Grund: Hartmannsdorf gehört nicht zum Landkreis Mittelsachsen. Von einer Fusion hätten alle etwas, besonders die Einwohner, die von der gemeinsamen Stärke profitieren könnten. Michael Kretschmer hörte sich die Ausführungen des ebenfalls anwesenden Bürgermeisters von Hartmannsdorf-Reichenau, Reinhard Pitsch, an, konnte aber natürlich keine Entscheidung treffen.

Lösungen finden

Er sei noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen, verstehe aber das Problem. "Da es sich hier um eine Veranstaltung der CDU handelt", so betonte Kretschmer. "bin ich vor allem als deren Vorsitzender hier, weniger als Ministerpräsident."

Das Spektrum der Fragen umfasste denn auch nicht Frauenstein, sondern beschäftigte sich mit Problemen der ganzen näheren Region, ging auch immer wieder über deren Grenzen hinaus. Geprägt war die Diskussion vom gegenseitigen Willen, einander näher zu kommen und gemeinsam Lösungen zu finden.



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