• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Sachsen

Mit alten Bauplänen durchs Museum

Schloss Lichtenwalde Als die Technik einzog

Lichtenwalde. 

Schloss Lichtenwalde brannte in der Nacht vom 31. April zum 1. Mai 1905 fast vollständig nieder. Der damalige Schlossherr Graf Friedrich Vitzthum von Eckstädt nahm den Wiederaufbau des Gebäudes sofort in Angriff. Da er sich den kulturellen Leistungen seiner Vorfahren stark verpflichtet fühlte, war es ihm wichtig, dass die neue bauliche Hülle des Schlosses den altvertrauten Formen entsprach. Für die Bauleitung konnte Vitzthum den Hofbaurat Frölich aus Dresden gewinnen. In Fachkreisen wird davon gesprochen, dass dem Baumeister mit dem Wiederaufbau des Schlosses Lichtenwalde für die damalige Zeit eine bemerkenswerte denkmalpflegerische Leistung gelang. Er verband die bekannte äußere Bauform des ehemaligen barocken Gebäudes mit einer interessanten eigenen Stilmischung sowie modernster innerer Wohnkultur aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Schloss erhielt eine Zentralheizung, Warmwasserbereitung, Telefonanlage, Speiseaufzug, elektrische Beleuchtung sowie eine moderne Feuerlöschanlage. Anders als gewöhnlich, bleibt die Schlossführerin Katharina Müller bei diesem Rundgang mit den Gästen nur im Hauptgebäude des Schlosses, dort wo sich jetzt die Schatzkammer, das Museum im Schloss Lichtenwalde, befindet.

Unter Zuhilfenahme der Baupläne Frölichs und alter Aufnahmen soll versucht werden, den jetzigen Museumsräumen die alte Nutzung wieder zuzuordnen. Die Führung beginnt am 25. Januar, 14 Uhr, an der Schlosskasse.