Mittweida: Areal der ehemaligen Wäscheunion wird für Nachnutzung entwickelt

entwicklung Stadt erhält 1,4 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln des Freistaates

Mittweida. 

Mittweida. Staatssekretär Dr. Frank Pfeil hat heute (24. August 2020) dem Oberbürgermeister der Stadt Mittweida, Ralf Schreiber, einen Fördermittelbescheid zur Entwicklung der brachliegenden "ehemaligen Wäscheunion" übergeben. Nach jahrelangem Leerstand und Verfall sollen nun die Gebäude auf dem Areal abgerissen werden. Denkmalgeschützte Teile des Kulturdenkmals sollen jedoch gesichert und erhalten werden. Im Anschluss will die Stadt das Gelände für eine künftige gewerbliche Nachnutzung erschließen. Der Freistaat fördert das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 1,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten liegen bei knapp 1,75 Millionen Euro.

"Wir wollen unsere Städte dabei unterstützen, innerstädtische Brachflächen zu reaktivieren und so Abwertungstendenzen abwenden. Wichtig ist uns, dass die Nachnutzung nachhaltig gestaltet wird oder zur wirtschaftlichen und sozialen Belebung der Städte beiträgt", sagte Staatssekretär Dr. Pfeil. "Ich freue mich, dass wir die Stadt Mittweida mit den EU-Mitteln unterstützen können, das Areal wieder gewerblich nutzbar zu machen."

"Das ist wieder ein wichtiger Schritt für Mittweida. Durch diese europäischen Gelder kann das Gelände nach jahrelangem Leerstand wieder einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden", sagte Oberbürgermeister Schreiber. Die Stadt Mittweida hat aus dem Programmteil "Integrierte Brachflächenentwicklung" des EFRE-Programms "Nachhaltige Stadtentwicklung" bereits eine Zuwendung für die Fördermaßnahme der "ehemaligen Großhandelsgesellschaft" in Höhe von rund 500 000 Euro empfangen. Außerdem erhält Mittweida Unterstützung aus dem Programmteil "Integrierte Stadtentwicklung". Innerhalb des Fördergebietes "Schwanenteich bis Goethehain" werden verschiedene Einzelprojekte mit einer Gesamtsumme in Höhe von etwa 7,8 Millionen Euro gefördert.

Hintergrund:

Das EFRE-Programm "Nachhaltige Stadtentwicklung" ist in Sachsen mit 191,5 Millionen Euro ausgestattet und umfasst die "Integrierte Stadtentwicklung" und die "Integrierte Brachflächenentwicklung". Durch den letztgenannten Programmteil sollen insbesondere innerstädtische, brachgefallene Flächen entwickelt und so eine nachhaltige Stadtentwicklung unterstützt werden. Zuwendungsempfänger sind Gemeinden mit mehr als 5 000 Einwohnern. Allein für diesen Programmteil stehen in Sachsen rund 41 Millionen Euro in der Förderperiode 2014 bis 2020 zur Verfügung. Der von den Städten zu erbringende Eigenanteil beträgt grundsätzlich 20 Prozent. Gefördert wird eine hochwertige und nachhaltige Stadtentwicklung, bei der die Beräumung eines Grundstücks nur eine zwingende Durchgangsphase und als Vorbereitung der Folgenutzung zu verstehen ist. Beispiele für eine solche Nachnutzung können Parkanlagen, Bürgergärten oder Maßnahmen zur gewerblichen oder baulichen Nachnutzung der sanierten Brachflächen sein. 28 sächsische Städte nehmen an der Integrierten Brachflächenentwicklung teil.