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Mittweida: Weg mit der Brache, her mit einem neuen Industriegebiet

Abriss Umnutzung kostet 1,75 Millionen Euro

Mittweida. 

Mittweida. Mit dem Gebäudekomplex Hainichener Straße 60 soll in den kommenden Monaten eine weitere, marode Industriebrache aus dem Stadtantlitz weichen. "Wir wollen unsere Städte dabei unterstützen, innerstädtische Brachflächen zu reaktivieren und so Abwertungstendenzen abwenden. Wichtig ist uns, dass die Nachnutzung nachhaltig gestaltet wird oder zur wirtschaftlichen und sozialen Belebung der Städte beiträgt", so vor Ort Dr. Frank Pfeil (parteilos), Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium, während des Rundganges anlässlich der Übergabe des Fördermittelbescheides an Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU). Der Bescheid hat eine Höhe von rund 1,4 Millionen Euro. Mit dabei: CDU-Landtagsabgeordnete Iris Firmenich und weitere lokalpolitische Vertreter.

Das Areal wird zum neuen Industriegebiet

Die Gesamtkosten des Abrisses beziehungsweise des Bereitstellens der Fläche zur Umnutzung betragen knapp 1,75 Millionen Euro. Bei den Fördermitteln handelt es sich um Gelder des Programmes des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), Programmteil "Integrierte Brachflächenentwicklung". Damit sollen speziell innerstädtische, brache Flächen entwickelt und damit eine nachhaltige Stadtentwicklung unterstützt werden. Schreiber: "Das ist wieder ein wichtiger Schritt für Mittweida. Durch diese europäischen Gelder kann das Gelände nach jahrelangem Leerstand wieder einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden".

Auf dem rund zwei Hektar großen Areal wird künftig das Industriegebiet Ost seinen Standort haben, für das es laut OB bereits drei Interessenten gebe. Noch in diesem Jahr sind die Ausschreibungen für die Abrissarbeiten geplant, und der Oberbürgermeister rechnet im Frühjahr 2021 mit dem Beginn der Leistungen. Denkmalgeschützte Teile des Baues - insbesondere der Eingangsbereich - sollen jedoch gesichert und erhalten werden.

Im Hauptkomplex des Gebäudeareals befanden sich in DDR-Zeiten die Produktionshallen des VEB Wäscheunion Mittweida, der an der Weber- und Bahnhofstraße weitere Betriebsstandorte hatte, die bereits aus dem Stadtbild gewichen sind. Nach den politischen Veränderungen von 1989/90 hatte in der Hainichener Straße 60 mehrere Jahre die Großraum-Diskothek Mufa (Musikfabrik) ihr Domizil.