Modellbahn dreht ihre Runden

Ausstellung Bis zum 30. Dezember in Hohenfichte

Foto: Knut Berger

Hohenfichte. Eisenbahnfreunde haben noch bis einschließlich zum 30. Dezember jeweils von 10 bis 18 Uhr die Gelegenheit, in einem Gebäude der ehemaligen Baumwollspinnerei Hohenfichte die Züge auf der größten Modellbahnanlage Sachsens rollen zu sehen. Schon zu den Weihnachsfeiertagen machten viele Gäste davon Gebrauch. Und alle Interessenten der Modellbahn sind gut beraten, die Möglichkeit am Schopfe zu packen.

120 Züge fahren gleichzeitig

Dass die Anlage derzeit in Betrieb ist , bezeichnet Betreiber Edgar Hüttinger nämlich als Ausnahme . Der Geschäftsführer der Zeitreise GmbH hat in den vergangenen Jahren tausende Stunden Arbeit und eine halbe Million Euro in der Anlage, Größe H0 gesteckt. Auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter sind rund 3, 6 Kilometer lange Gleise verlegt, 120 Züge können zeitgleich ihre Runden drehen.

Doch das Landratsamt Mittelsachsen bemängelte ein fehlendes Brandschutzkonzept für das historischen Gebäude und hat deshalb eine regelmäßige Öffnung der Anlage untersagt. Deshalb sei der angedachte Verkauf des modellbahnerischen Schmuckstücks nach wie vor nicht vom Tisch. Doch selbst dann würden in dem ehemaligen Industriekomplex im Leubsdorfer Ortsteil nicht die Lichter ausgehen. "Alle Gebäude werden vielfältig genutzt und sind zum Teil an andere Firmen vermietet", sagt der Geschäftsführer , der das Areal 2006 erworben hatte.

Auch Auto sind zu sehen

In den vergangenen Tagen hat sich Hüttinger daran gemacht, die Anlage zu checken und die Hände geschmeidig zu machen. Schließlich steht er während der Öffnungszeiten hinter dem Steuerpult und gibt die elektronischen Kommandos. Der Chef hat jedoch nicht nur die Miniaturloks- und - wagen auf die kleinen Schienenstränge aufgesetzt, sonder auch in den Fahrzeughallen für frischen Glanz gesorgt. Denn die frisch geweisten Räume der Zeitreise GmbH beherbergen auch so manchen Schatz der Automobilbaukunst.

Wer seinen Enkel zeigen möchte, wie ein Pkw Lada aus sowjetischer Produktion aussah, mit welchem Krankenwagen Mitglieder der ehemaligen DDR- Regierung unter Umständen transportiert wurden oder welche Raritäten einst im BMW- Werk in München hergestellt wurden, sollte unbedingt durch die zwei großen Ausstellungshallen streifen.