Neue Glocke in Freiberg wird gegossen

Erfolg Hilliger-Verein verwirklicht weiteres Projekt

Freiberg/Leubsdorf. 

Freiberg/Leubsdorf. Nein, es war nicht die erste Glocke, welche auf Initiative des Freiberger Hilliger-Vereins gegossen wurde. Schon mit der Restaurierung einer historischen und der Schaffung zweier neuer Glocken nach alten Vorbildern für das Geläut in Bieberstein im vergangenen Jahr hatten sich die Vereinsmitglieder der einst berühmten Glockengießerfamilie aus Freiberg würdig erwiesen. Und doch hat es mit der neuesten Glocke so eine ganz eigene Bewandtnis. "Es ist nämlich die erste, die wir für einen privaten Auftraggeber hergestellt haben", sagt Volker Haupt, Vorsitzender des Hilliger-Vereins.

Erstmals Kooperation von vier Partnern

Das Unternehmen Baumaschinen-, Anlagenbau und Fahrzeugservice in Leubsdorf hatte die "Bestellung" aufgegeben. Gegossen wurde die Glocke im September bei Döhler Kunstguss in Eibenstock. "Damit kooperierten zum ersten Mal vier Partner unter der Regie des Hilliger-Vereins", so Haupt. Denn es gehören noch der Konstrukteur der Rippe, die CAD-Fräser von Mikromat Direktform und das Sächsische Metallwerk Freiberg dazu. Am Tag der Deutschen Einheit wurde die fertige Glocke nach Leubsdorf gebracht und feierlich übergeben.

Damit fügt der Verein seiner noch jungen Geschichte, er wurde immerhin erst im Jahr 2014 ins Leben gerufen, ein weiteres beachtliches Kapitel hinzu. Wer übrigens mehr über die Geschichte der Hilligers und über deren berühmte Glocken-Gewerke erfahren möchte, kann sich über einen Film darüber freuen, der demnächst über den Freiberger Fremdenverkehrsverein erhältlich sein wird.