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Neue Logistikhalle für Ofenrohre in Penig

Wirtschaft Muldenthaler Emaillierwerk investiert 3,1 Millionen Euro

Penig. 

Penig. Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig folgte einer Einladung von Penigs Bürgermeister Thomas Eulenberger zum Wirtschaftsstammtisch und informierte sich im Muldenthaler Emaillierwerk über geplante Vorhaben und den Fachkräftebedarf im Peniger Werk. Tino Homilius, Geschäftsführer im Traditionsbetrieb seit 2011, investiert jetzt in den Bau einer neuen Logistikhalle. Das Muldenthaler Emaillierwerk ist der größte Hersteller von emaillierten Ofenrohren in Deutschland und besteht seit 1887. Seit 2008 gehört das Werk zur EHS Gruppe (Ernst Hörtnagel & Söhne) mit Werken in Österreich und Ungarn. In Penig arbeiten 75 Mitarbeiter und produzieren jährlich rund bis 1,5 Millionen Ofenrohre.

Hauptsächlich werden Großhändler und Fachstudios beliefert

"70 Prozent unserer Produkte gehen in den Export nach Frankreich und Skandinavien sowie zu einem Großabnehmer in die USA", erklärt der Geschäftsführer. In Deutschland ist der Absatz rückläufig. Gründe seien die Diskussion über die Feinstaubbelastung der Luft und immer mehr Häuser hierzulande werden ohne Schornsteine gebaut. Das sei im Ausland nicht so, dort sind Pelletheizungen auf dem Vormarsch wie in Großbritannien und Italien.

Die emaillierten Ofenrohre werden hautsächlich an Großhändler und Fachstudios geliefert, Baumärkte werden nicht beliefert. Der Bau der Logistikhalle wird notwendig, um in Zeiten von Internethandel eine gewisse Lagerkapazität vorhalten zu können um schnell Kundenwünsche bedienen zu können.

Der Bürokratismus schreckt viele Unternehmen ab

Als die Entscheidung für den Bau in Penig gefallen war, galt es einige Hürden zu nehmen. "Der angrenzende Bahndamm musste erworben und entwidmet werden. Dabei war die Stadtverwaltung und die Entwicklungsgesellschaft sehr hilfreich, alleine hätte das uns Zeit und Kraft geraubt", stellt Homilius fest, der darauf aufmerksam macht, dass der Bürokratismus vereinfacht werden müsse, um nicht abschreckend auf Unternehmen zu wirken.

Weitere Zukunftspläne sind der Bau eines neuen Werkes, um Penig als strategischen Punkt in der EHS-Gruppe zu etablieren. Problematisch sieht der Geschäftsführer die Arbeitskräftelage. "Wir haben Arbeitsplätze, wo wir Menschen eine zweite Chance geben, wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen durch Anlernen, aber selbst die finden wir nicht. Ebenso konnten wir von sechs Lehrstellen nur drei besetzen".



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