Olympia 2030 in Sachsen: "Ich sehe das kritisch"

Interview Sportlehrerin Kerstin Schlegel nimmt Stellung

BLICK-Reporterin Andrea Funke sprach mit Kerstin Schlegel. Sie ist Sportlehrerin an der Diesterweg-Mittelschule Burgstädt.

Hat in Ihren Augen eine Bewerbung für 2030 realistische Erfolgsaussichten? Und was sind in Ihren Augen die Gründe dafür?

Ich stehe einer Bewerbung sehr kritisch gegenüber, denn im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen sollte solch ein Event nicht in unseren Regionen stattfinden. Sicher haben wir Sportstätten, die den olympischen Standard entsprechen, doch es müsste vieles erneuert bzw. auch neu errichtet werden. Die sinnvolle und kostendeckende Weiternutzung der Sportanlagen sollte realistisch eingeschätzt werden.

Was erwarten Sie für die Region, wenn die Spiele tatsächlich hier ausgetragen werden - in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht?

Meine Erwartungen in sportlicher Hinsicht wären, dass Schüler für den Wintersport begeistert werden und Interesse für den Leistungssport entwickeln. Positive Aspekte für die Wirtschaft sind sicher nicht auszuschließen.

Wie viele und welche Wettbewerbe würden Sie besuchen, wenn die Spiele hier in der Region ausgetragen würden?

Sicher würde ich mir einige Wettbewerbe, wie das Skispringen oder Biathlon ansehen. Diese Entscheidungen treffe ich dann aber eher spontan.